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11. Dezember 2012, 17:20 Uhr

Sicherheitsgipfel

Die Positionen der Politik

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Fußball-Deutschland schaut gebannt nach Frankfurt. Bei der Entscheidung über das umstrittene Sicherheitskonzept des Ligaverbandes DFL kommt es zum Showdown zwischen drei Parteien. Hier die wichtigsten Forderungen und Positionen der Politik.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) sagte auf der Innenministerkonferenz in Rostock Anfang Dezember: "Wir erwarten, dass die Vereine, der Verband und die Liga ihre Beiträge für die Sicherheit in den Stadien deutlich erhöhen." Wie das funktionieren soll, davon haben Friedrich und seine Kollegen eine genaue Vorstellung.

Das verlangt die Politik:

Basis dieser Forderungen sind unter anderem fragwürdige Zahlen der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZiS), die einen Anstieg der Gewalt im Fußball suggerieren. Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger deutete diese als "Alarmsignal". Die Zis-Zahlenhalten einer kritischen Prüfung und Einordnungjedoch kaum stand.

Sollten die Bundesliga-Clubs am Mittwoch zu keiner Einigung kommen, droht Uwe Schünemann (CDU) mit Konsequenzen: "Kommt es am 12. Dezember zu keinem Beschluss, werden wir uns auch unterhalten müssen über Kostenbeteiligung im Bereich der Polizei", sagte der niedersächsische Innenminister. Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) forderte in diesem Zuge einen "Sicherheits-Euro", der von allen Zuschauern zu zahlen sei, um die Kosten für die Polizeieinsätze bei Bundesligaspielen zu refinanzieren.

Omid Nouripour, der sicherheitspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, kritisiert hingegen die Haltung der Innenminister: "In der Innenministerkonferenz ist es Volkssport, den Knüppel in der Hand, auf Fußballfans draufzuhauen, bürgerkriegsähnliche Zustände auszurufen und absurde Ideen zu verbreiten, die weder realistisch noch umsetzbar sind", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

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