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Kaiserslautern vs. Stuttgart: VfB feiert schmeichelhaften Erfolg

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Sieg in Kaiserslautern Stuttgart jubelt dank Cacau und Boulahrouz

Vierter Saisonsieg für Rang vier: Der VfB Stuttgart hat zum Auftakt des achten Spieltags in Kaiserslautern gewonnen. Nach einer schwachen ersten Hälfte steigerte sich der VfB - und profitierte von der unzureichenden Chancenverwertung des FCK.

Hamburg - Die Voraussetzungen waren klar: Freitagabend, Flutlicht, rund 46.000 Zuschauer auf dem Betzenberg. Vieles sprach für Intensität und Abwechslung. Doch nach Pleiten am vergangenen Spieltag schienen Kaiserslautern und Stuttgart vor allem eines verhindern zu wollen - eine weitere Niederlage. Die Folge war eine wenig ansehnliche Partie, die der VfB dank zehn effektiven Minuten in der zweiten Hälfte und Toren von Cacau (52. Minuten) und Khalid Boulahrouz (69.) 2:0 (0:0) gewann.

"Wir stehen hier mit dem Gefühl, kein schlechtes Spiel gemacht zu haben, aber natürlich mit dem beschissenen Gefühl, verloren zu haben. Wir waren nicht die schwächere Mannschaft - aber Stuttgart war effizienter", so FCK-Coach Marco Kurz.

Stuttgart-Trainer Bruno Labbadia sagte: "Es war kein einfaches Spiel. Wir haben zu viele Torchancen zugelassen. Ich bin froh, dass Khalid Boulahrouz endlich mal getroffen hat." Nach dem Auftakt des achten Spieltags liegt Stuttgart mit 13 Punkten auf dem vierten Rang, Kaiserslautern bleibt mit fünf Punkten auf Tabellenplatz 15.

Die Partie begann nach Anreiseschwierigkeiten einiger Fans mit zehnminütiger Verspätung. Doch die Zuschauer, auf die gewartet wurde, hätten sich wohl kaum beschwert, wenn ihnen jemand die Anfangsphase vorenthalten hätte. Beide Teams starteten äußerst verhalten, erst in der neunten Minute schoss Stuttgarts Shinji Okazaki das erste Mal aufs Tor - und setzte damit den Startpunkt für die offensivste Phase im ersten Durchgang.

Allerdings waren es die Lauterer, die mit drei guten Chancen in Führung hätten gehen können. Erst scheiterte Christian Tiffert (14.) frei vor VfB-Schlussmann Sven Ulreich, dann verpassten Richard Sukuta-Pasu (16.) und Thanos Petsos (21.) mit ihren Schüssen aus der Distanz nur knapp das Tor. Beiden Teams fehlte anschließend der notwendige Offensivdrang, weitere Torschüsse gab es vor der Pause nicht.

Lautern nutzt seine Chancen nicht

Der ehemalige Lauterer Tamás Hajnal war es kurz nach dem Seitenwechsel, der den ersten Treffer einleitete. Er bediente auf der rechten Seite Außenverteidiger Boulahrouz, dessen Hereingabe Nationalspieler Cacau aus kurzer Distanz verwertete (52.).

Die Entscheidung fiel Mitte der zweiten Hälfte: Itay Shechter scheiterte aus rund zehn Metern freistehend an Ulreich (67.). Statt des Ausgleichs traf nur zwei Minuten später Boulahrouz auf der anderen Seite glücklich zum 2:0. Seinen ungefährlichen Schuss fälschte FCK-Verteidiger Leon Jessen unhaltbar für Kevin Trapp ab. "Ich wusste einfach, heute muss von mir das Tor kommen - ich bin überglücklich, dass es passiert ist", sagte Boulahrouz.

Und Shechter setzte seinen gebrauchten Tag direkt fort. Statt freistehend zum Abschluss zu kommen, zögerte er in der 74. Minute so lange, bis der Ball weg war. Dabei hatte er Stuttgarts Keeper Ulreich schon umspielt und hatte nur noch zwei Gäste-Verteidiger auf der Linie als Hindernis.

1. FC Kaiserslautern - VfB Stuttgart 0:2 (0:0)
0:1 Cacau (52.)
0:2 Boulahrouz (69.)
Kaiserslautern: Trapp - Dick, Amedick, Rodnei, Jessen - Kirch (78. Vermouth), Petsos (61. Fortounis) - Sukuta-Pasu, Tiffert - Kouemaha, Shechter.
Stuttgart: Ulreich - Boulahrouz, Tasci, Maza, Boka - Kvist, Hajnal (89. Gentner) - Harnik, Okazaki (72. Gebhart) - Pogrebnjak, Cacau (90.+1 Traore).
Schiedsrichter: Perl
Zuschauer: 46.186
Gelbe Karten: Dick (3), Shechter (2) - Gebhart

leh/dpa
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