Siegesfeiern Toter bei Freudenschüssen in der Türkei

Die Siegesfeiern in der Türkei nach dem Einzug ins EM-Halbfinale sind von einem Todesfall überschattet worden. Weitere 16 Menschen wurden verletzt, zwei davon schwer.


Hamburg - In Gaziantep wurde ein Mann bei Freudenschüssen von einer Kugel am Kopf getroffen und erlag seinen Verletzungen. Das berichteten türkische Medien am Samstagmorgen. Weitere 16 Menschen wurden verletzt, zwei von ihnen schwer. Auch ein zehnjähriges Kind wurde von einem Querschläger getroffen.

Türkische Fans (in Istanbul): Zum Glück keine Freudenschüsse
AP

Türkische Fans (in Istanbul): Zum Glück keine Freudenschüsse

Millionen Türken waren nach dem 3:1-Sieg im Elfmeterschießen gegen Kroatien auf die Straßen und Plätze in den Großstädten gestürmt und feierten ausgelassen bis in die Morgenstunden den ersten EM-Halbfinaleinzug ihrer Mannschaft. Dabei wurden wie schon bei den Jubelfeiern zuvor Freudenschüsse abgefeuert.

Nationaltrainer Fatih Terim hatte direkt nach dem Sieg in Wien erneut an seine Landsleute appelliert, von dieser Sitte Abstand zu nehmen. "Kein Sieg im Fußball ist ein Menschenleben wert", sagte Terim: "Ich hoffe, die Menschen feiern, ohne dass es zu einer Tragödie kommt."

kna/sid



© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.