Nach Gomes-Verletzung Rote Karte gegen Tottenhams Son zurückgenommen

Die Verletzung ist schwer, das Foul war es nicht - so zumindest argumentierte Tottenham Hotspur nach der Roten Karte gegen Son Heung-Min. Der Spurs-Stürmer war an der Schreck-Szene des Spieltags beteiligt.
Son Heung-Min (2. v. l.) war ob der Folgen seines Fouls untröstlich - die Karte hatte mit den Tränen wohl nichts zu tun

Son Heung-Min (2. v. l.) war ob der Folgen seines Fouls untröstlich - die Karte hatte mit den Tränen wohl nichts zu tun

Foto: Oli SCARFF/AFP

Tottenham Hotspur war mit dem Protest gegen den Platzverweis von Son Heung-Min im Spiel beim FC Everton (1:1) erfolgreich. Der Koreaner wird demnach nicht gesperrt.

Son war an der Schreck-Szene des vergangenen Spieltags in der Premier League beteiligt. Der Stürmer der Spurs hatte seinen Gegenspieler André Gomes gefoult, dieser prallte anschließend auf Tottenhams Verteidiger Serge Aurier und erlitt dabei einen Bruch des rechten Sprunggelenks. Gomes wurde am Montag operiert, am Dienstag konnte er das Krankenhaus verlassen.

Son war zunächst verwarnt worden, doch der Videoschiedsrichter schritt ein - offenkundig unter dem Eindruck der TV-Bilder der schweren Verletzung des Portugiesen. Schiedsrichter Martin Atkinson revidierte daraufhin seine erste Entscheidung und zeigte Son Rot. Der hatte unter Tränen den Platz verlassen und sei auch lange nach dem Abpfiff noch "am Boden zerstört" gewesen, sagte Teamkollege Dele Alli.

Tottenham hatte anschließend Protest eingelegt. "Der VAR hat Sons Tackling und die Szene zu beurteilen und nicht das, was danach passierte", sagte Teammanager Mauricio Pochettino.

Son ist ebenso mit seinem Team zum Champions-League-Spiel gegen Roter Stern Belgrad gereist (Mittwoch, 21 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) wie Stürmer Harry Kane, der die Everton-Partie noch krankheitsbedingt verpasst hatte.

sak/sid
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