Sonntagsspiele Gomez schießt Bayern zum Sieg gegen Nürnberg

Der FC Bayern hält Anschluss an die oberen Tabellenplätze: Gegen Nürnberg feierte der Rekordmeister einen lockeren Sieg. Mann des Abends war Angreifer Gomez, der zweimal traf.  Top-Stürmer Cissé schoss den SC Freiburg kurz vor Schluss zum Sieg gegen Hoffenheim.

dpa

Hamburg - Mario Gomez trifft und trifft - und Bayern München setzt seine Aufholjagd in der Bundesliga fort. Der Rekordmeister gewann das 181. Derby gegen den 1. FC Nürnberg 3:0 (1:0) und bot eine deutlich bessere Leistung als in der Vorwoche beim 3:3 bei Borussia Mönchengladbach. Zweimal Gomez sowie Kapitän Philipp Lahm schossen die Tore für die Münchner, die mit 19 Punkten Tabellenplatz sechs belegt.

Gomez vergab in der 87. Minute mit einem verschossenen Foulelfmeter sogar noch einen höheren Sieg. Die Bayern blieben im achten Pflichtspiel in Folge ungeschlagen und feierten zudem zwei wichtige Comebacks. Erstmals seit knapp einem Jahr lief Verteidiger Breno wieder auf. Der erste Einsatz des Franzosen Franck Ribéry seit dem 21. September sorgte sogar für Szenenapplaus auf der Tribüne.

Die Gastgeber bestimmten von Beginn an die Partie und setzten Nürnberg stark unter Druck. Der Club, der zuvor drei Bundesliga-Siege in Folge gefeiert hatte, konnte den Angriffen der Bayern kaum etwas entgegensetzen. In der zehnten Minute wurde der Titelverteidiger für seine Bemühungen belohnt. Nach einem tollen Doppelpass mit Nationalspieler Toni Kroos legte Danijel Pranjic Mario Gomez glänzend vor. Der Nationalstürmer musste aus zwei Metern nur noch einschieben und konnte seinen sechsten Saisontreffer in der Bundesliga bejubeln.

Nürnberg nach der Pause stark - doch die Bayern treffen erneut

"Sie spielen ganz ordentlich. Sie kontrollieren das Spiel, aber es ist nichts Hochklassiges", analysierte Bayerns Ehrenpräsident Franz Beckenbauer in der Pause. Zu Beginn der zweiten Hälfte hatte Club-Keeper Raphael Schäfer dann alle Hände voll zu tun: Gemeinsam mit einigen Ordnern musste er sein Tor von Massen an Klopapierschlangen befreien, die aus dem Bayern-Block geworfen worden waren. Seine Mitspieler gingen nach Wiederanpfiff aggressiv in die Zweikämpfe und verpassten durch Schieber zweimal nur knapp den Ausgleich (53./54.).

Mitten in diesem Zwischenhoch schlugen die Bayern dann erneut zu. Schäfer konnte Gomez nur noch per Foul bremsen - den fälligen Elfmeter verwandelte Lahm in seinem 150. Bundesliga-Spiel zum 2:0 (57.). Doch die Nürnberger schüttelten blieben gefährlich. Javier Pinolas Schuss streifte den Außenpfosten (61.), die Partie war jetzt deutlich besser als in der ersten Halbzeit.

Nach Ribérys Einwechslung hätte der Bayern-Star beinahe gleich bei seiner ersten Aktion das 3:0 vorgelegt. Seine Hereingabe konnte der ebenfalls eingewechselte Müller jedoch nicht nutzen. Gomez machte es vier Minuten besser und alles klar. Drei Minuten vor dem Ende vergab er vom Punkt sogar noch den höchsten Saisonsieg. Nach Ribérys gutem Pass wurde Müller von Pinola gelegt, doch Gomez schoss den Elfer über das Tor.

Bayern München - 1. FC Nürnberg 3:0 (1:0)
1:0 Gomez (10.)
2:0 Lahm (57., Foulelfmeter)
3:0 Gomez (75.)
München: Butt - Lahm, van Buyten, Demichelis (46. Breno), Pranjic - Tymoshchuk, Ottl - Hamit Altintop (56. Müller), Schweinsteiger, Toni Kroos (70. Ribery) - Gomez
Nürnberg: Raphael Schäfer - Judt, Nilsson, Wolf, Pinola - Simons - Ekici (74. Mak), Gündogan, Hegeler (46. Frantz), Eigler (79. Cohen) - Schieber
Schiedsrichter: Kinhöfer
Zuschauer: 69.000
Gelbe Karten: Pranjic (2) - Raphael Schäfer (2)
Besonderes Vorkommnis: Gomez schießt Foulelfmeter über das Tor (87.)

insgesamt 622 Beiträge
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Schwabenpower 25.09.2010
1.
Zitat von sysopNicht nur Mainz spielt ganz vorne mit, auch andere vermeintlich 'kleine' Clubs stehen unerwartet oben in der Tabelle. Topclubs wie Schalke und Stuttgart dagegen sind im Tabellenkeller. Eine Momentaufnahme? Oder eine Verschiebung der Machtverhältnisse?
Die Bundesliga spielt nicht nur verrückt, sondern verrückt gut. Eine Verschiebung der Machtverhältnisse ist klar erkennbar. Aber wahrscheinlich verschieben sich die Machtverhältnisse auch wieder zurück. Bis Spieltag 9 oder 10 muss man aber mindestens noch abwarten.
hfftl 25.09.2010
2. Mysteriös
Nicht nur die Bundesliga spielt verrückt. Man schaue nach Italien, Frankreich, Österreich, in die Schweiz... Muss an irgendeiner ko(s)mischen Konstellation liegen.
derweise 25.09.2010
3. Das sind nicht mehr die alten Bayern!
Das Spiel heute gegen Mainz hat gezeigt: das sind nicht mehr die alten Bayern! Früher haben die Bayern die entscheidenden Duelle fast immer für sich entschieden.
Achim 25.09.2010
4. Auswärts
Die Bundesliga spielt vor allem derzeit auswärts besser als zuhause.
Rockker, 25.09.2010
5.
Am Ende wird die Tabelle so aussehen: 1.Mainz- Meister; CL 2.Hannover, CL 3.Freiburg, CLQ 4.Dortmund EL, immerhin... 12.Bayern, nichts... 16.Bremen, Relegation 17.Stuttgart, 2-Liga 18.Schalke, 2.Liga
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