Fankrawalle Spartak Moskau muss für zwei Spiele auf Fans verzichten

Einige Fans hatten sich eine wilde Schlacht mit gegnerischen Anhängern und der Polizei geliefert, nun muss Spartak Moskau dafür büßen: Der Club wurde zu zwei Geisterspielen verurteilt. Auch der gastgebende Club Schinnik Jaroslawl wurde bestraft.

Ausschreitungen von Spartak-Fans: 600.000 Rubel Strafe
AFP

Ausschreitungen von Spartak-Fans: 600.000 Rubel Strafe


Hamburg - Die Bilder waren verstörend: Fans von Spartak Moskau schossen beim 1:0-Pokalerfolg ihres Teams in Jaroslawl Leuchtraketen auf den Platz, rissen Sitzschalen aus der Verankerung und attackierten Polizisten. Nun ist der russische Erstligist dafür bestraft worden.

Wegen der brutalen Ausschreitungen muss Spartak die kommenden beiden Liga-Heimspiele ohne Zuschauer austragen. Betroffen sind die Partien gegen Lokalrivale Lokomotive am kommenden Sonntag sowie gegen Top-Club Zenit St. Petersburg. Das Ligakomitee verurteilte den Rekordmeister zusätzlich zu 600.000 Rubel Geldstrafe (etwa 14.000 Euro).

Auch Gastgeber Schinnik Jaroslawl erhielt eine schwere Strafe: Der Zweitligist muss dreimal vor leeren Rängen spielen und 500.000 Rubel (etwa 11.500 Euro) zahlen.

Die Spartak-Anhänger hatten während der Partie im Sechzehntelfinale am Mittwochabend auch Nazi-Symbole gezeigt. 78 Hooligans wurden festgenommen. Die Partie war aufgrund der Krawalle fast eine halbe Stunde unterbrochen gewesen.

Spartak hatte sich von den Krawallen distanziert und zugleich "Provokateure" ohne Vereinsverbindungen dafür verantwortlich gemacht. Sie kritisierten zudem die Sicherheitskontrollen als zu lax.

bka/dpa



zum Forum...
Sagen Sie Ihre Meinung!

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.