Eintracht-Spiel beim FC Bayern Frankfurter Fans kritisieren scharfe Kontrollen

Fans contra Club: Weil die Anhänger von Eintracht Frankfurt in München besonders gründlich durchsucht wurden, gibt es von mehreren Seiten Kritik am FC Bayern. Es seien nur wenige Fans intensiv kontrolliert worden, entgegneten die Münchner - und würden es wieder so machen.

Zelte vor dem Gästeblock der Münchner Arena: Stichprobenartige Ganzkörperkontrollen
DPA

Zelte vor dem Gästeblock der Münchner Arena: Stichprobenartige Ganzkörperkontrollen


Hamburg - Extra-Zelte für eine Extra-Durchsuchung: Die Ganzkörperkontrollen bei Anhängern von Eintracht Frankfurt vor dem Auswärtsspiel ihres Clubs beim FC Bayern München haben massive Kritik hervorgerufen. Die Arbeitsgemeinschaft Fananwälte bezeichnete die Durchsuchungen, die eine Maßnahme des höchst umstrittenen und noch nicht verabschiedeten DFL-Papiers "Sicheres Stadionerlebnis" sind, als "rechtswidrig" und "intensiven Eingriff in Grundrechte".

Polizei und Ordnungsdienst hatten am Samstag in zwei Zelten vor der Nordkurve der Münchner Arena Eintracht-Fans stichprobenartig besonders gründlich kontrolliert, unter anderem auf Pyrotechnik. Einige Anhänger mussten sich angeblich fast vollständig entkleiden - obwohl es sich bei der Partie nicht um ein Risikospiel gehandelt habe, wie der Zusammenschluss von Rechtsanwälten monierte.

Bayerns Medienchef Markus Hörwick widersprach, bei den Kontrollen hätten sich die Fans nicht wie teilweise kolportiert bis auf die Unterhosen entkleiden, sondern "maximal ihre Jacken" ausziehen müssen. Außerdem seien die Taschen der Fans kontrolliert worden. Insgesamt seien laut Hörwick lediglich 30 bis 40 der insgesamt 6655 Frankfurt-Fans im Stadion "gründlich untersucht" worden. Die neutrale Sicherheitsbeaufsichtigung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) habe die Aktion, die auf eine Initiative der Polizei zurückgegangen sei, überwacht.

Frankfurts Fanbeauftragte halten Aktion für massiv überzogen

Rund 250 Frankfurter Fans waren der Begegnung aus Protest über die Aktion ferngeblieben. Dazu gehörten auch die Frankfurter Fanbeauftragten. "Wir haben sehr klar darauf hingewiesen, dass wir solche Maßnahmen vollumfänglich ablehnen, diese (...) für unangemessen sowie massiv überzogen halten", hieß es in einer Stellungnahme der Fanbeauftragten.

Der "Nordwestkurven-Rat" der Eintracht reagierte auf die "in höchstem Maße entwürdigende Maßnahme" mit "Fassungslosigkeit". Der "zaghaft begonnene" Dialog zwischen Fans, Vereinen und Politik werde damit torpediert, hieß es in einer Stellungnahme.

Die bayerische Polizei und der FC Bayern planen unterdessen eine Wiederholung der Aktion. Für den Fall, "dass wieder Fans, die in der Vergangenheit mit Pyrotechnik auffällig geworden sind", in München gastieren, teilte der Club mit.

ham/sid/dpa



insgesamt 99 Beiträge
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MarkusW77 11.11.2012
1.
Zitat von sysopDPAFans contra Club: Weil die Anhänger von Eintracht Frankfurt in München besonders gründlich durchsucht wurden, gibt es von mehreren Seiten Kritik am FC Bayern. Es seien nur wenige Fans intensiv kontrolliert worden, entgegneten die Münchner - und würden es wieder so machen. http://www.spiegel.de/sport/fussball/spiel-beim-fc-bayern-frankfurter-fans-kritisieren-scharfe-kontrollen-a-866543.html
schade das es soweit kommen musste aber ich befürworte das (als regelmässiger Stadionbesucher- Stehplatz!) Warum die Pyro-Idioten es nicht kapieren, das Pyros im Stadion nicht gewollt sind , versteh ich nicht. Karte kaufen heißt AGB des Veranstalters akzeptieren- und da steht grundsätzlich und immer das Pyro verboten ist. Die Affen schaffen es noch, das wir auch hier in D Stehplätze abschaffen und es so still wie in der PL wird...
romeov 11.11.2012
2. Und weiter geht's
... mit dem Bayern bashing. Die sog. Frankfurter Fans sind mit die schlimmsten in der ganzen Liga. Die Maßnahmen sind voll vertretbar. Nur zur Erklärung: Frankfurt ist einer meiner Lieblingsvereine, aber wie sich manche von den sog. Fans aufführen ist unter aller Kanone.
kahabe 11.11.2012
3. Vor allem,
Zitat von romeov... mit dem Bayern bashing. Die sog. Frankfurter Fans sind mit die schlimmsten in der ganzen Liga. Die Maßnahmen sind voll vertretbar. Nur zur Erklärung: Frankfurt ist einer meiner Lieblingsvereine, aber wie sich manche von den sog. Fans aufführen ist unter aller Kanone.
wenn sie mit dem Nahverkehrszug zu ihrem Lieblingsverein BVB fahren, z. B. gegen den HSV, und dabei auf Leute aus Bottrop Ost treffen. Ich bezweifele immer wieder, dass die wissen, dass Frankfurt am Main mehrer Vereine im bezahlten Fußball hat.
a1001 11.11.2012
4. Ruhig, ruhig!
Ich hätte Verständnis für die Maßnahme, wenn man im Vorfeld Hinweise auf "Fan-Aktionen" gehabt hätte (siehe Basel-Spiel). Aber Bayern-Frankfurt war wie immer ein ruhiger Kick. Als reine Vorsichtsmaßnahme viel zu übertrieben!!! Allein was sich da an Polizei unter der Südkurve rumgetrieben hat. Da gibts nicht mal eine Schubserei, aber wenn man sich ein Getränk holen will, darf man erst mal durch ein Spalier Robocops gehen. Die Esplanade war vollkommen zugekackt, weil draußen die Kavallerie in Bataillonstärke aufmarschiert ist. Seit die Politik das Thema Sicherheit im Fußball als Opium-Ersatz gefunden hat, wird die Situation immer absurder!
shanda 11.11.2012
5. Richtige Maßnahme
Absolut richtige Maßnahme des FC Bayern! Es sind zwar nur wenige Fans, die es einfach nicht kapieren, aber sie gefährden alle und stören viele, deshalb sind solche Maßnahmen vollumfänglich anzunehmen und absolut angemessen sowie keinesfalls überzogen! Insbesondere bei Frankfurter Fans, mit denen ich bislang nur negativste Erfahrungen machen musste und wo einfach kein Verständnis zu erwarten ist.
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