Bundesliganoten Altin-Top - die Besten des Spieltags

Bayerns Sven Ulreich durfte am 31. Spieltag beweisen, dass er nicht zu Unrecht im Kader des Rekordmeisters steht. Außerdem: Die Altintop-Brüder zeigten, warum sie auch mit 34 Jahren noch wichtig für ihre Teams sind.

Halil Altintop
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Halil Altintop

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Tor

Ersatztorhüter beim FC Bayern haben es nicht leicht. Ob Tom Starke, Pepe Reina oder Sven Ulreich - sie alle mussten sich seit 2011 ohne echten Anspruch auf die Stammposition hinter Manuel Neuer einordnen. Daran dürfte sich auch in den kommenden Jahren nichts ändern. Wenn der wohl weltbeste Torhüter dann mal verletzungsbedingt ausfällt, wird es allerdings ernst. Ulreich bewies beim 6:0 gegen den VfL Wolfsburg, dass er nicht zu Unrecht bei einem der besten Klubs Europas spielt. Trotz der totalen Dominanz seiner Vorderleute parierte er gleich drei Bälle aus dem Strafraum. In bester Manuel-Neuer-Manier gelang es ihm auch, einen Angriff des Gegners frühzeitig zu unterbinden. Die Konsequenz? Drittbester SPIX-Wert des Spieltags, nur Augsburgs Marwin Hitz und Kölns Timo Horn waren noch besser.

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Innenverteidigung

Der FC Schalke 04 hat auch trotz des 4:1-Erfolgs gegen Leverkusen nur noch Außenseiterchancen auf den internationalen Wettbewerb. Der Umbruch, der vor der Saison von Manager Christian Heidel und Trainer Markus Weinzierl eingeläutet wurde, ist missglückt. Auf einen können sie sich in Gelsenkirchen aber verlassen: Benedikt Höwedes. Der Innenverteidiger traf am Freitagabend in Leverkusen per Kopf zum zwischenzeitlichen 2:0 und überzeugte vor allem in der Defensive - ganze zehn (!) Bälle des Gegners fing der Weltmeister ab, zudem eroberte er fünf zweite Bälle, ohne ein einziges Foul zu begehen. Lediglich Hoffenheims Benjamin Hübner wies am 31. Spieltag einen besseren Wert auf. Dem Defensivspezialisten gelang in der Nachspielzeit das entscheidende Tor gegen Frankfurt.

Außenverteidigung

Jakub Blaszczykowski hatte sich seine Zeit beim VfL Wolfsburg wohl anders vorgestellt. Der polnische Nationalspieler kämpft mit seinem Klub gegen den Abstieg aus der Bundesliga und sucht weiterhin nach der Form vergangener Tage. Gegen einen übermächtigen Gegner aus München unterlief Blaszczykowski ein schwerer Fehler, weder in der Zweikampfführung noch im Passspiel konnte Kuba überzeugen. Besser machte es hingegen ein ehemaliger Teamkollege: Marcel Schmelzer (BVB) schaffte es ebenso in die SPIX-Elf wie Nico Schulz. Der belebte das Gladbacher Offensivspiel gegen Mainz 05 mit zwei erfolgreichen Dribblings und einem sehenswerten Tor in der 46. Minute.

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Mittelfeld defensiv

Joshau Kimmich schien unter Carlo Ancelotti zumindest sportlich einen Schritt zurück gemacht zu haben. Während er unter seinem Förderer Josep Guardiola noch Stammspieler war, kam er zuletzt nur selten zum Einsatz. Dass er über große Qualitäten verfügt, durfte er beim Kantersieg gegen Wolfsburg endlich mal wieder unter Beweis stellen. 121 Ballkontakte, 101 gespielte Pässe, 95 davon erfolgreich. Von seinen 19 Pässen im gegnerischen Tordrittel kamen nur zwei nicht beim Mitspieler an. Kein Wunder, dass Manchester City angeblich an einer Verpflichtung des 22-Jährigen interessiert sein soll. Auch Hamit Altintop spielte solide. Der Türke, der im Winter von Galatasaray Istanbul nach Darmstadt gewechselt war, ist mittlerweile 34 Jahre alt und könnte den Lilien mit seiner Erfahrung im kommenden Jahr zum Wiederaufstieg verhelfen.

Mittelfeld außen

Philipp Max hat wohl das, was man gute Gene nennt - der Sohn vom ehemaligen Torschützenkönig Martin Max (u.a. Schalke 04, 1860 München) war beim überzeugenden 4:0-Sieg der Augsburger gegen den HSV einer der besten Spieler auf dem Feld. Ein Tor und zwei Assists bei nur 34 Ballkontakten - da fallen selbst drei Ballverluste nicht ins Gewicht. Auf der anderen Seite der SPIX-Elf steht Alessandro Schöpf. Der Schalker bereitete ebenfalls zwei Tore vor und krönte seine Leistung mit dem 3:0 gegen die Werkself. Bei solchen Werten kann selbst Bayerns Arjen Robben nicht mithalten, der eine weitere Nominierung für die SPON-Elf knapp verpasste.

Mittelfeld offensiv

Neben Hamit Altintop überzeugte auch sein jüngerer Bruder Halil am 31. Spieltag. Mit seinen Toren in der 28. und 42. Minute führte er den FC Augsburg im Alleingang zum Sieg gegen einen schwachen HSV. Dass der 34-Jährige den Abstiegskampf längst angenommen hat, beweist auch ein anderer Fakt: Insgesamt eroberte Altintop in 80 Minuten zehn zweite Bälle. Keiner im Team war besser. Der Abstand auf den zweitbesten offensiven Mittelfeldspieler, Leon Goretzka (S04), war selten größer.

Angriff

Was wäre eine SPON-Elf ohne einen Bremer? Auch an diesem Spieltag schaffte es mit Fin Bartels ein Grün-Weißer in die Auswahl. Der Stürmer gab gegen Herthas Rune Jarstein nur einen Torschuss ab - und traf. Den zweiten Treffer legte er Max Kruse auf und war damit der Mann des Tages beim neunten Sieg aus den vergangenen elf Partien. Schlechter lief es beim Hamburger SV: Mit Bobby Wood (schlechtester Wert) und Pierre-Michel Lasogga (fünftschlechtester Wert) befinden sich gleich zwei Angreifer vor den entscheidenden Saisonspielen in einem Formtief.

Und das ist die Elf des 31. Spieltags in der taktischen Aufstellung.

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