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22. April 2005, 13:02 Uhr

Spucker Barthez

Verband fordert sechs Monate Sperre

Seine Spuckattacke auf einen Schiedsrichter hat für Fabien Barthez schwerwiegende Konsequenzen. Der Torhüter, der sich Mitte Februar bei einem Freundschaftsspiel in Marokko daneben benommen hatte, wurde nun für drei Monate gesperrt. Damit nicht genug: Der Verband legte Einspruch ein und fordert nun sechs Monate Sperre.

Übeltäter Barthez (vor der Anhörung beim Verband): Probleme mit dem Speichel
AFP

Übeltäter Barthez (vor der Anhörung beim Verband): Probleme mit dem Speichel

Paris - "Barthez hat ihm zwar nicht ins Gesicht gespuckt, aber er hat immerhin einen Offiziellen bespuckt", begründete Jean Mazzella, Vorsitzender der Disziplinarkommission des französischen Fußballverbandes, die Entscheidung gegen den 73-fachen Nationalspieler, der seine Karriere nach der WM 2006 beenden will. Die Sperre gilt ab dem 25. April, Barthez kann deshalb am Samstag im Punktspiel von Olympique Marseille beim FC Nantes noch eingesetzt werden.

Noch am selben Abend nach der Verkündung des Urteils legte der franzöische Fußballverband Protest gegen gegen die Entscheidung ihrer Disziplinarkommission ein. Der Verband verlangt eine höhere Strafe. Nach den Regeln müsse Barthez zu einer Sperre von sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt werden, hieß es in einem Statement.

Mitte Februar hatte Barthez in einem Freundschaftsspiel seines Clubs bei Wydad Casablanca den marokkanischen Schiedsrichter Abdellah El Achiri bespuckt. Laut Aussage des Unparteiischen soll der 33-Jährige dazu sogar nach seiner Auswechselung wieder aufs Spielfeld zurückgekehrt sein.

Überhaupt war es damals eine ereignisreiche Partie im Stadion Mohammed V. El Achiri hatte das angebliche Freundschaftsspiel zwischen Marokkos Tabellenführer und dem Dritten der französischen Liga in der 84. Minute beim Stand von 2:1 für Casablanca nach einer wilden Rauferei zwischen den Spielern unterbrochen.

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