Startschuss WM 2006 ist offiziell eröffnet

Das Warten hat ein Ende. Um 16.50 Uhr hat Bundespräsident Horst Köhler die 18. Fußball-Weltmeisterschaft offiziell eröffnet. Im Anschluss an die Feier startet die DFB-Elf gegen Costa Rica ins Turnier. Mit SPIEGEL ONLINE sind Sie live dabei.


WM-Song: Herbert Grönemeyer tritt auf und präsentiert seinen Beitrag zu den Titelkämpfen: "Zeit, dass sich was dreht".

Unmut: Wie erwartet erntet Sepp Blatter in seiner Stellung als Fifa-Präsident heftige Pfiffe. Bejubelt wird hingegen Franz Beckenbauer. Auch als Horst Köhler den viele ehrenamtlichen Helfern dankt gibt es großen Applaus.

Bayrische Trommler: Tradition trifft Hip-Hop
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Bayrische Trommler: Tradition trifft Hip-Hop

Eröffnungsrede: Bundespräsident Horst Köhler, flankiert von Fifa-Präsident Sepp Blatter und OK-Chef Franz Beckenbauer, wünscht sich "viele Tore, schöne Spiele und Fair-Play". "Endlich geht es los. Wir freuen uns auf vier Wochen Fußball, Fußball, Fußball", sagte Köhler unter lautem Jubel.

Legenden: Fußball-Weltmeister vergangener Tage gehen über den roten Teppich. Insgesamt 160 ehemalige Weltmeister aus den sieben Ländern, unter ihnen Bobby Charlton (Weltmeister mit England 1966), Pelé (Weltmeister mit Brasilien 1958, 1970), Bixente Lizarazu, (Weltmeister mit Frankreich 1998), Bebeto (Weltmeister mit Brasilien 1994), Giuseppe Bergomi (Weltmeister mit Italien 1982), Horst Eckel (Weltmeister 1954), Pierre Littbarski (Weltmeister 1990) und die komplette deutsche Siegermannschaft von 1974 sorgen für einen bewegenden Moment.

Politik: Unter den Zuschauern sind auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sowie der österreichische Bundeskanzler und derzeitige EU-Ratspräsident Wolfgang Schüssel mit Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU). Die Politiker trafen sich schon am Mittag, um über Europapolitik zu beraten. Anschließend fuhren sie zusammen in die WM-Arena.

Fußball-Legende Pelé mit Claudia Schiffer und Weltmeisterpokal: Geballte Prominenz in München
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Fußball-Legende Pelé mit Claudia Schiffer und Weltmeisterpokal: Geballte Prominenz in München

Wechsel: Auf die süddeutschen Schellenrührer folgt die Berliner Hip-Hop-Combo Seeed, die mit Beats und Tanzeinlagen für Stimmung sorgen.

Zünftig: Mit dem Einzug bayerischer Trachtler und Goaßlschnalzer hat die Eröffnungsfeier für die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland begonnen. 182 Trommler marschierten als erste auf den Platz. Die Münchner Arena ist zum Auftakt etwa zu drei Viertel gefüllt.

Anpfiff:

Um genau 16.20 Uhr startete die halbstündige Eröffnungsfeier. Bis kurz vor 17 Uhr soll eine Gala als "bunte Show" mit viel Tanz, Farbe und Musik, so der Regisseur der Münchner Eröffnungsfeier, Christian Stückl, die 65.000 Zuschauer in der Münchner Arena und die geschätzten ein bis zwei Milliarden Menschen an den Fernsehschirmen begeistern. Das Spielfeld wurde für die Showeinlagen mit roten und grünen Planen abgedeckt, damit der Rasen nicht zu sehr unter den 1400 Mitwirkenden leidet. Verschiedene Tanzstile sollen zur Aufführung kommen. Darunter auch 150 Schuhblattler. 

Deutsche Fans vor der Münchner Arena: Das Warten hat ein Ende
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Deutsche Fans vor der Münchner Arena: Das Warten hat ein Ende

Fans: In fröhlicher Partystimmung vertreiben sich schon seit Stunden die Anhänger aus Deutschland, Costa Rica und anderen Nationen vor dem Gitterzaun am Stadion, im Olympiapark und in der Innenstadt die Wartezeit bis zum Anpfiff des Eröffnungsspiels der deutschen Mannschaft gegen Costa Rica (18 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Im Münchner WM-Büro freut man sich über den optimalen Verlauf des ersten WM-Tages. "Es ist eine super Stimmung, in der ganzen Stadt ist enorm was los", sagte Max-Joseph Kronenbitter von der städtischen WM-Zentrale, "es ist die friedliche Multi-Kulti-Veranstaltung, die wir uns gewünscht haben."

Sicherheit: Rund 3000 Polizeibeamte sind im Einsatz, um den Beginn der Weltmeisterschaft zu schützen. Awacs-Flugzeuge der Nato und zwei Polizei-Hubschrauber waren bereits am Mittag in der Luft, um den Raum in einem Umkreis von 56 Kilometern um das Stadion zu sichern. Abfangjäger der Bundeswehr stehen bereit, um bei einem Alarm sofort aufzusteigen.

fpf/dpa



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