Stefan Effenberg "Einige müssen sich festschnallen"

Trainer Ottmar Hitzfeld und Manager Uli Hoeneß schieben Libero Ciriaco Sforza aufs Abstellgleis und ziehen sich den Zorn von Mannschaftskapitän Stefan Effenberg zu.


Stefan Effenberg: Kann sich beim FC Bayern alles erlauben
AP

Stefan Effenberg: Kann sich beim FC Bayern alles erlauben

München - Wenn die Kritik anhielte und unfair würde, "kann man sicher sein, dass ich komme und denen so meine Meinung sage, dass sich hier einige festschnallen müssen". Es sei in Mode gekommen, sich einige Spieler herauszupicken und sie zu kritisieren. Die Mannschaft versuche, Sforza aus der Schusslinie zu bringen, "doch spielen muss er letztlich selbst".

Dem Schweizer Libero dürfte es vorerst jedoch schwer fallen, den Beweis seiner Klasse auf dem Platz anzutreten. "Er muss damit rechnen, dass er am Samstag nicht spielt", erklärte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld vor dem Bundesligaspiel beim VfL Wolfsburg, "es hat sich bewährt, Spieler zu schützen, die in der Kritik stehen."

"Nicht das geleistet, was er kann"

Der Erfolgscoach räumte zwar ein, dass auf Sforza "ein immenser Druck" laste und der Rückkehrer "zu schlecht gesehen" werde, dennoch habe der Nationalspieler "nicht das geleistet, was er kann". Der 30-Jährige solle "intensiv trainieren und in sehr guter Verfassung zurückkommen".

Noch deutlichere Worte fand Münchens Manager Uli Hoeneß. "Seine Leistung ist nicht so, wie man sich das vorgestellt hat. Das sind Defizite, daran muss er arbeiten", urteilte Hoeneß über Sforza, der vor dieser Saison für 12,8 Millionen Mark von Kaiserslautern zu den Bayern gewechselt war. "In den nächsten vier Monaten muss eine klare Leistungssteigerung kommen, um am Saisonende sagen zu können: Das war ein guter Transfer." Bislang falle Sforza eher durch seine "unauffällige Spielweise und Fehler" auf.



© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.