Manager bei Drittligist KFC Uerdingen Stefan Effenberg ist zurück im Profifußball

Stefan Effenberg war zuletzt vor allem als TV-Experte zu sehen. Nun gibt er sein Comeback im Profigeschäft. Der ehemalige Bayernprofi soll dem KFC Uerdingen helfen, "die nächsten Schritte" zu machen.

Stefan Effenberg hat nach mehr als dreieinhalb Jahren wieder einen Job im Profifußball
Bongarts/Getty Images

Stefan Effenberg hat nach mehr als dreieinhalb Jahren wieder einen Job im Profifußball


Der 35-fache Nationalspieler Stefan Effenberg wird Manager Sport bei Drittligist KFC Uerdingen. Das gab der Klub auf seiner Internetseite bekannt.

"Stefan Effenberg hat in seiner Karriere so ziemlich alles erlebt und erreicht", wird Präsident Mikhail Ponomarev zitiert. "Wir erhoffen uns, dass er mit all seiner Erfahrung und seinem Fachwissen dabei helfen kann, die nächsten Schritte auf dem Weg nach vorne zu machen." Effenberg soll den Vereinsverantwortlichen "in den sportlichen Entscheidungsprozessen" zur Seite stehen.

Uerdingen hatte vor der laufenden Saison den Aufstieg in die 2. Bundesliga als Ziel ausgegeben, steht aber nach elf Spielen mit 13 Punkten derzeit auf Tabellenplatz 14.

Auf einer Pressekonferenz in der kommenden Woche will der Klub, der im Kalenderjahr 2019 bereits vier Cheftrainer hatte, das neue sportliche Konzept noch einmal detailliert vorstellen.

Kurze Trainerkarriere

Effenberg selbst freut sich auf die neue Aufgabe: "Der KFC Uerdingen ist ein Traditionsverein und hat ein großes Potenzial. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir gemeinsam erfolgreich sein werden."

Zuletzt im Profifußball tätig war der ehemalige Nationalspieler als Trainer des SC Paderborn. Dort wurde er nach einem halben Jahr entlassen. Paderborns damaliger Präsident, Wilfried Finke, hatte nach der Entlassung gesagt, er habe "die Wucht der Welle" unterschätzt, die mit einer Verpflichtung Effenbergs einhergehe.

svs

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insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
snowcat 05.10.2019
1. Schaun mer mal.
Die nächsten Schritte für Uerdingen erscheinen mir recht einfach. Man hat für die aktuelle Liga einen hohen Etat. Jetzt muss man nur damit aufhören, alte frühere Erstligaspieler zu kaufen. Dafür sollte man junge gute Talente verpflichten. Dazu einen Trainer, der mit solchen Spielern etwas anfangen kann. Dann geht es wahrscheinlich nach oben. Mal sehen, ob Effe das auch so sieht.
Thormark 05.10.2019
2. Kfc
KFC... Kentucky Fried Chicken?
skeptikerjörg 05.10.2019
3. Clever
Immerhin als Sportdirektor, nicht als Trainer, die haben in Uerdingen nur eine Laufzeit von 3 Monaten. Geduld ist nicht gerade die Tugend des Geldgeber (Besitzers?). Der meint, wenn man genug abgehalfterte Bundesligaspieler einkauft, müsste Erfolg über Nacht und von allein kommen. Erinnert stark an 1860 München.
Schartin Mulz 05.10.2019
4. Naja,
die Geschichte über die "die Wucht der Welle" , die damals über Paderborn hereinbrach, ist ja nur die halbe Wahrheit. Die sportliche Bilanz unter Trainer Effe war katstrophal, dazu kamen die Eskapaden der Spieler beim aus dem Ruder gelaufenen Trainingslager und als Sahnehäubchen stellte sich dann noch heruas, dass seine Trainerlizenz nicht mehr gültig war, weil Effe mehrere Fotbildungen geschwänzt hatte. Selten hat sich ein Möchtegern-Trainer, der bei fast jeder Trainerentlassung als Nachfolger gehandelt wurde, so selbst zerlegt. Jetzt also Manager. Waren wir es ab. Der Versuch, unterklassige Vereine durch die Verpflichtung von "Stars" aufzuwerten, ist bisher selten geglückt.
FrankDunkel 05.10.2019
5.
Das dürfte den Uerdingern den Rest geben. Dem Mann geht es doch nur um sich selbst.
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