Wettskandal in Italien Mauri nach Gefängnis-Entlassung unter Hausarrest

Stefano Mauri vom italienischen Erstligisten Lazio Rom ist aus dem Gefängnis entlassen worden. Dennoch droht ihm wegen des Wettskandals Ärger: Wie Richter Guido Salvini mitteilte, seien manche Argumente von Mauris Verteidung "kaum plausibel" gewesen. Nun steht der Fußball-Profi unter Hausarrest.

Lazio-Profi Mauri: Unter Hausarrest
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Lazio-Profi Mauri: Unter Hausarrest


Hamburg - Stefano Mauri, Kapitän des italienischen Erstligisten Lazio Rom, ist aus dem Gefängnis entlassen worden. Allerdings steht der Teamkollege des deutschen Nationalspielers Miroslav Klose nach einem Verhör durch die Staatsanwaltschaft im Zuge der Ermittlungen im Manipulationsskandal des italienischen Fußballs unter Hausarrest.

Wie Richter Guido Salvini mitteilte, seien manche Argumente von Mauris Verteidung "kaum plausibel" gewesen. Die Gründe, ihn weiter in Gewahrsam zu halten, hätten sich nach der Befragung aber erheblich reduziert.

Der 32-Jährige war am 28. Mai im Zusammenhang mit Ermittlungen im italienischen Fußball-Wettskandal verhaftet worden. In einer landesweiten Razzia waren neben ihm noch 18 weitere Personen festgenommen worden.

Auch im italienischen EM-Trainingslager in Coverciano in der Toskana hatte es in der vergangenen Woche Durchsuchungen gegeben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem auch gegen den Nationalspieler Domenico Criscito vom russischen Club Zenit St. Petersburg wegen des Verdachts der Wettmanipulation. Criscito wurde von Nationaltrainer Cesare Prandelli aus dem endgültigen Kader für die am Freitag beginnende EM in Polen und der Ukraine gestrichen. Er bestreitet die Vorwürfe.

jar/dpa/sid

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