Steuernachzahlung Fiskus verhagelt Bayern-Bilanz

Eine gute und eine schlechte Nachricht gab es heute in München: Zwar hat die FC Bayern AG im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Plus erwirtschaftet - doch ausweisen musste der Rekordmeister ein Millionen-Minus. Der Grund: Eine Forderung des Finanzamtes, gegen die der Bundesliga-Krösus allerdings gerichtlich vorgeht.


Bayern-Boss Rummenigge: "Pumperl'gsund"
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Bayern-Boss Rummenigge: "Pumperl'gsund"

München - Die Nachzahlungsforderungen des Finanzamtes für die Geschäftsjahre von 1997 bis 2001 belaufen sich auf 6,25 Millionen Euro. Der FC Bayern hat dagegen Widerspruch eingelegt und will den Bescheid notfalls vor dem Finanzgericht anfechten.

Insgesamt hat die FC Bayern München AG in der abgelaufenen Saison einen Gewinn nach Steuern von 2,8 Millionen Euro erwirtschaftet. In der Bilanz zum Ende des Geschäftsjahres 2003/04 mit Stichtag 30. Juni musste der Rekordmeister jedoch einen Verlust von 3,4 Millionen Euro ausweisen.

Ihren Umsatz konnten die Bayern gegenüber der Saison 2002/03, nach der nur ein Gewinn von 100.000 Euro ausgewiesen worden war, um 2,2 Prozent auf 166,3 Millionen Euro steigern. Das operative Ergebnis wurde dabei um 41,7 Prozent auf 22,9 Millionen Euro verbessert. Das Eigenkapital betrug zum Stichtag 150,5 Millionen Euro.

Als so genannte freie Liquidität wies die FC Bayern AG eine Summe von 26,9 Millionen Euro aus, hinzukommen Finanzanlagen wie Wertpapiere, die mit 100,5 Millionen verbucht sind. "Der FC Bayern ist ein pumperlg'sunder Klub", sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge bei der Mitgliederversammlung des Stammvereins am Freitagabend in München.



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