Steuerprüfung bei Andy Brehme "Das ist eine Unverschämtheit"

Aufruhr am Betzenberg. Nicht die Tatsache, dass bei Teamchef Andreas Brehme ein Razzia durchgeführt wurde, sorgt im Lauterer Umfeld für Unmut, sondern dass eine solche Meldung in den Medien hochgespielt wird.


Andreas Brehme: "Nichts mitgenommen"
AP

Andreas Brehme: "Nichts mitgenommen"

Kaiserslautern - Andreas Brehme, Team-Manager des Fußball-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern, ist ins Netz der Steuerfahndung geraten. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung wurde in Abwesenheit Brehmes, der sich am Mittwoch und Donnerstag mit dem FCK anlässlich des UEFA-Cup-Spiels bei den Rangers in Glasgow aufhielt, in seinem Haus im Münchener Vorort Straßlach eine "Steuer-Razzia" vorgenommen.

Acht Fahnder hätten Schreibtisch, Schränke und das Büro durchsucht und drei Ordner mit Unterlagen über den Bau der Villa mitgenommen. Gleichzeitig hätten andere Fahnder auch Brehmes Ferienwohnung in Kitzbühel (Österreich) durchsucht, dort aber nach Angaben von Brehmes Ehefrau Pilar, die von den Finanzbeamten im Nachthemd ("ich hatte mir gerade die Zähne geputzt") überrascht wurde, "nichts mitgenommen". Angeblich gehe es in dem Fall um Brehmes Wechsel vom spanischen Club Real Saragossa zum 1. FC Kaiserslautern im April 1993, hieß es.

Höchst ungehalten reagierte der FCK-Vorstandsvorsitzende Jürgen Friedrich am Freitag auf den Zeitungsbericht. "Eine Unverschämtheit. Andreas Brehme hat nichts zu verbergen. Steuerprüfungen sind alltäglich. Diese hängt mit seinem Hausbau in München zusammen, und Häuslebauer müssen eben immer mit Steuerprüfungen rechnen." Das sei ganz normal, so Friedrich.



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