Stimmen "Wir waren unkonzentriert"


DFB-Teamchef Erich Ribbeck

: Wenn man das ganze Spiel sieht, dann war dieser Punkt verdient. Wenn man in so einem Turnier im Eröffnungsspiel 0:1 zurückliegt, dann weiß man, was passieren kann. Wir haben den Ausgleich erzielt und in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt. In der zweiten Halbzeit haben bei dem ein oder anderen die Kräfte nachgelassen, wir waren unkonzentriert. Wir haben die wenigen Chancen, die der Gegner hatte, selbst durch Fehlpässe und unnötige Ballverluste eingeleitet. Ich denke, dass wir phasenweise gezeigt haben, dass wir in der Lage sind, guten Fußball zu spielen und uns Chancen zu erarbeiten. Das ist uns nicht immer gelungen. Aber wir haben einen Rückstand aufgeholt. Thomas Häßler hat, so lange er Kraft hatte, gezeigt, dass er gut am Ball ist und auch gute Pässe spielen kann. In der zweiten Halbzeit hat bei einigen Spielern die Kondition gefehlt, deshalb war das Spiel dann nicht mehr so wie in der guten Phase der ersten Halbzeit, aber wir haben ja noch zwei Spiele. Es ist durchaus möglich, dass am Samstag der ein oder andere neue oder frische Spieler in die Mannschaft kommt.

Oliver Bierhoff (Deutschlands Kapitän): Das Tor hat uns sicher geschockt, wir wollten das Spiel anders angehen. Danach sind wir aufgewacht, haben mehr Druck gemacht und das Tempo erhöht, hätten aber mehr über die Außen kommen müssen. Wir müssen im nächsten Spiel gegen England das Flügelspiel noch forcieren.

Rainer Bonhof (Weltmeister von 1974): Ein Anfang ist gemacht, jetzt muss die Mannschaft weiter arbeiten. Natürlich haben wir uns sehr schwer getan. Das Ergebnis geht in Ordnung.

Klaus Allofs (Europameister 1980): Es war kein gutes Spiel. Am meisten hat mich geärgert, dass wir nicht gewonnen haben. Die Mannschaft muss sich steigern, wenn wir das Viertelfinale erreichen wollen.

Gheorghe Hagi (Rumäniens Kapitän): Es war für uns ein gutes Spiel und ein recht guter Turnierstart, aber das große Spiel war es nicht. Die Tore waren spektakulär. Gegen Portugal müssen wir jetzt gewinnen, um im Turnier zu bleiben.

Otto Schily (Bundesinnenminister): Es war sehr spannend. Zum Glück hat Mehmet Scholl ein wunderschönes Tor geschossen. Aber es ist sicherlich noch steigerungsfähig.

Reiner Calmund (Manager von Bayer Leverkusen): Das 1:1 ist gerecht. Überragender Mann war Janes Nowotny. Es ist noch nichts verloren. Die Mannschaft kann und muss sich steigern.



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