Stinkefinger gegen Schiedsrichter Fifa ermittelt gegen Hitzfeld

Ärger für Ottmar Hitzfeld: Der Fußball-Weltverband Fifa hat ein Disziplinarverfahren gegen den Coach der Schweizer Nationalelf eröffnet, weil er in Richtung Schiedsrichter einen Stinkefinger gezeigt hatte. Durchaus originell klingt Hitzfelds Erklärung.

Schweiz-Coach Hitzfeld: Diesmal nur der Zeigefinger
AP

Schweiz-Coach Hitzfeld: Diesmal nur der Zeigefinger


Hamburg - In der "Stinkefinger-Affäre" um den Nationaltrainer der Schweiz hat der Fußball-Weltverband Fifa ein Disziplinarverfahren gegen Ottmar Hitzfeld eröffnet. Hitzfeld habe nun eine Frist von zehn Tagen für seine Stellungnahme, hieß es in der Fifa-Erklärung.

Hitzfeld hatte im WM-Qualifikationsspiel der Schweiz gegen Norwegen (1:1) am Freitag in Bern in Richtung des spanischen Schiedsrichters David Fernández Borbalán den Mittelfinger gezeigt.

"Es waren viele Emotionen im Spiel. Die Geste tut mir leid. Ich bin natürlich sauer auf mich selbst", hatte Hitzfeld dem "Blick" gesagt. Der ehemalige Meistertrainer von Bayern München und Borussia Dortmund hatte für seine Aktion um Entschuldigung gebeten.

Hitzfeld behauptet allerdings, die Geste habe nicht dem Referee, sondern ihm selbst gegolten. Mit einer Strafe rechnet er deshalb nicht: "Was für Konsequenzen soll es haben? Man kann mich nicht bestrafen, wenn ich gegen mich den Stinkefinger mache", sagte der Coach.

Der Schweizer Verband SFV war von der Fifa zu einer Stellungnahme aufgefordert worden. Auch er rechnet nicht mit einer harten Bestrafung Hitzfelds. Eine eigene Untersuchung des Vorfalls werde es beim SFV nicht geben.

bka/dpa



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