Streit mit Mainzer Manager Hoffenheim-Hopp schaltet DFB-Präsident ein
Hoffenheim - Am vergangenen Sonntag duellierten sich die beiden Zweitliga-Teams noch auf dem Rasen. Durch einen Freistoßtreffer von Francisco Copado gewann Aufsteiger Hoffenheim 1:0 gegen Absteiger Mainz. Doch vor dem Anpfiff hatte ein Mainzer für Aufregung gesorgt.
FSV-Manager Christian Heidel hatte in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" kritisiert, dass nur das Geld des SAP-Gründers und Milliardärs Dietmar Hopp die Hoffenheimer in die Bundesliga hieve: "Schade, dass so eine Mannschaft einen der 36 Plätze im Profi-Fußball wegnimmt", hatte Heidel in dem Interview gesagt.
Heute ging der Hauptgeldgeber der TSG 1899 in die Offensive. Hopp prangerte Diffamierungen an: "Wir würden uns wünschen, dass man Diskriminierung, wie sie Herr Heidel betreibt, mit Konsequenz verfolgt. Denn diese infame Diffamierung unseres Clubs, die wohl bewusst den Hass auf Hoffenheim schüren soll, ist auch geeignet, Gewalt gegen uns auszulösen", schrieb Hopp an den FSV-Präsidenten Harald Strutz, den DFB-Präsidenten Theo Zwanziger, den Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL), Christian Seifert, und den Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff.
Heidel antwortete Hopp nun mit Kopien an Zwanziger, Seifert und Bierhoff. Auch der Presse stellte sich der 05-Manager heute. "Ich bin von der Dynamik überrascht. Ich kann nicht eine Zeile finden, mit der ich diskriminiere oder zur Gewalt aufrufe. Ich habe nur das Modell Hoffenheim kritisch hinterfragt, das muss in einer freien Gesellschaft möglich sein", sagte Heidel.
mig/dpa