Streit um Platzverweis Rooney attackiert Cristiano Ronaldo

Bei Manchester United sind Wayne Rooney und Cristiano Ronaldo Teamkollegen. Gute Freunde werden die beiden Jungstars aber nicht mehr. Nach dem WM-Aus Englands gegen Portugal ist Rooney sauer auf Ronaldo - und droht sogar mit körperlicher Gewalt.

Hamburg - "Wenn ich Ronaldo das nächste Mal sehe, breche ich ihn in zwei Teile", soll Rooney gesagt haben. Dies berichtet die englische Zeitung "The Sun". Der englische Stürmer ist wütend auf seinen Clubkameraden von Manchester United, weil dieser bei Englands Viertelfinal-Aus gegen Portugal (1:3 n.E.) Rooneys Platzverweis gefordert hatte.

Nach einem Tritt gegen den am Boden liegenden Ricardo Carvalho hatte Rooney in der 62. Minute die Rote Karte gesehen. Bereits nach dem Elfmeterschießen war der 20-Jährige, der bis Donnerstag bei der Fifa zu seinem Platzverweis Stellung beziehen muss, zur portugiesischen Kabine gerannt und hatte versucht, Ronaldo zu erwischen.

Auch andere englische Nationalspieler äußerten sich abwertend über den Portugiesen: "Das zeigt, was er für ein Mensch ist. Ich habe gesehen, was Ronaldo getan hat, und er ekelt mich einfach nur noch an", so Steven Gerrard. Englands Abwehrchef John Terry sagte: "Es wird sicher interessant werden, was zu Beginn der neuen Saison in der Kabine von United abgeht. Es ist sehr traurig, wenn man sieht, dass Teamkollegen zum Referee laufen und die Rote Karte fordern."

Ronaldo, der im Elfmeterschießen zudem den entscheidenden Strafstoß verwandelte, ist sich keiner Schuld bewusst: "Die englische Presse sagt, dass der Schiedsrichter Rooney eine Rote Karte gezeigt hat, weil ich sie gefordert hatte", so der 21-Jährige, "aber das stimmt nicht. Ich habe bloß gesagt: 'Schiri, das war ein Foul.'"

Unterstützung erfuhr Ronaldo dagegen von Landsmann Ricardo: "Ich glaube nicht, dass der Schiedsrichter Rooney Rot gezeigt hat, weil Ronaldo das gefordert hat. Ich denke, der Referee hat selbst genug gesehen", sagte Portugals Nationaltorhüter.

Die britischen Medien reagierten nicht zimperlich: "Lasst diesen Mann nicht mehr in unser Land", forderte der "Daily Mirror" und verlangte von ManU den Verkauf Ronaldos. Diesem scheint der portugiesische Jungstar ohnehin nicht abgeneigt. Trotz eines Vertrages bis 2010 liebäugelt Ronaldo mit einem Wechsel zum spanischen Rekordmeister Real Madrid.

hut/sid/dpa/ap

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