Streit wegen Robben-Verletzung FC Bayern einigt sich mit niederländischem Verband

Der Streit zwischen Bayern München und dem niederländischen Verband wegen des verletzungsbedingten Ausfalls von Arjen Robben ist beendet. Besiegelt wird der Friede mit einem deutsch-niederländischen Freundschaftsspiel.

Bayern-Profi Robben: Freundschaftsspiel gegen die Kollegen
dapd

Bayern-Profi Robben: Freundschaftsspiel gegen die Kollegen


Hamburg - Am 22. Mai 2012 bestreiten der FC Bayern und die niederländische Nationalmannschaft in München ein Freundschaftsspiel. Die Begegnung ist als Schlusspunkt einer langen Auseinandersetzung um Arjen Robben gedacht, der sich bei der WM 2010 in Südafrika einen Muskelriss zugezogen hatte und daher in der Bundesliga-Hinrunde nicht eingesetzt werden konnte. Darauf verständigten sich beide Parteien nach mehreren Treffen in den zurückliegenden Monaten. Wie die Einnahmen aus dem Freundschaftsspiel aufgeteilt werden, wurde nicht bekannt.

"Wir sind froh, dieses Thema damit abschließen zu können. Es ist gut für die Fußballfamilie, dass wir eine faire und zufriedenstellende Lösung gefunden haben", sagte Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge. Auch Bert van Oostven, Chef des niederländischen Verbands, war mit der Absprache zufrieden: "Wir haben akzeptiert, dass es in der grundsätzlichen Diskussion zu keiner Übereinstimmung gekommen war, deshalb war es das Beste, unsere Unstimmigkeiten zu beenden und nach einer Lösung zu suchen, die für beide Seiten tragfähig ist."

Nach Meinung der Bayern handelte es sich bei dem Anfang August in München diagnostizierten Muskelriss um eine Folgeverletzung des angeblich leichten Muskelfaserrisses, den der 26-Jährige schon während der WM-Vorbereitung erlitten haben soll. Rummenigge hatte daraufhin eine Entschädigungszahlung des niederländischen Verbands gefordert, die dieser jedoch verweigerte.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß hatte im Verlauf der Auseinandersetzung mehrfach erklärt, den Gang vor ein Gericht nicht zu scheuen, sollte es zu keiner Einigung mit dem niederländischen Verband kommen. Die Verletzung des damaligen Bayern-Spielers Mark van Bommel im EM-Qualifikationsspiel der Niederlande gegen Schweden hatte den Streit zunächst noch weiter verschärft.

ged/sid

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luwigal 02.02.2011
1. Aber ...
Nun, keiner verliert das Gesicht. Allerdings, soweit ich mich erinnere, irgendwo habe ich es gelesen, steckt die Wurzel des Problems doch mitten im Verhalten oder den Statuten des holländischen Fussballverbandes. Robben spielt beim FCB und nicht in einem Verein, der diesem Verband angehört. Dieser Verband wiederum zahlt aber keinen einzigen Cent an Entschädigung, selbst bei Eigenverschulden (oder gar Vorsatz?), an einen Verein, der nicht diesem Verband angehört. Und genau das ist es, was mich verwundert. Ist dieses Verhalten einmalig in Europa oder ist es üblich? Falls es unüblich ist ... Was sagt die UEFA hierzu?
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