VfB Stuttgart Präsident Mäuser tritt zurück, Bobic rückt in den Vorstand

Bewegung an der VfB-Spitze: Der bisherige Präsident Gerd Mäuser tritt von seinem Amt zurück. Eine neue Clubspitze soll im Juli gewählt werden. Neu im Vorstand ist hingegen Fredi Bobic.

Scheidender VfB-Vorstand Mäuser:
dapd

Scheidender VfB-Vorstand Mäuser:


Hamburg - Der umstrittene VfB-Präsident Gerd Mäuser wird sein Amt am 3. Juni niederlegen. Das gab der Stuttgarter Bundesligist am Mittwoch bekannt. Auch eine weitere Personalie wurde verkündet: Sportdirektor Fredi Bobic rückt zum Vorstand Sport auf.

Die Berufung des früheren Nationalspielers erfolgte im Aufsichtsrat einstimmig. "Völlig unabhängig von meiner Person halte ich es generell für sinnvoll, dass der Sport im Vorstand vertreten ist. Die Ernennung zum Sportvorstand empfinde ich als Vertrauensbeweis", sagte Bobic.

Ein Nachfolger für den scheidenden Präsidenten Mäuser soll auf der ordentlichen Mitgliederversammlung des Vereins am 22. Juli gewählt werden. Der angekündigte Abschied Mäusers, der laut offiziellen Angaben im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat erfolgte, hatte sich in den vergangenen Tagen bereits angedeutet.

Vorausgegangen waren eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats am 6. April sowie weitere Gespräche. Der Führungsstil des ehemaligen Porsche-Managers Mäuser hatte wiederholt sowohl interne als auch öffentliche Kritik hervorgerufen. Er war seit 2011 im Amt.

Erschwert wird die Kandidatensuche offensichtlich durch Präsidentenmacher Dieter Hundt selbst. Der Chef des Kontrollgremiums hat nicht zuletzt durch die von ihm durchgesetzte Installation von Mäuser Kredit bei Anhängern und Mitgliedern verspielt. Ein Kandidat für den Präsidentenposten soll Vorstandsmitglied Wolfgang Kuhn sein.

Hundt könnte am 22. Juli ebenfalls seinen Posten verlieren. Sollten 75 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder seine Ablösung fordern, müsste der Vorsitzende des Arbeitgeberverbands ein Jahr früher als geplant aus dem Amt scheiden.

bka/sid



insgesamt 6 Beiträge
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WhereIsMyMoney 10.04.2013
1.
Solange Dieter Hundt im Vorstad ist, wird aus dem VfB nie ein ernsthafter Klub. Namen kommen und gehen, doch Hundt bleibt. Vor einem Jahr wurde er eigentlich abgewählt, wenn es beim VfB eben demokratische Verhältnisse gäbe. Etwa 55% haben für seine Entlassung gestimmt, doch man brauchte tatsächlich mehr als 75%. Diktatur in Stuttgart? Jedenfalls nicht weit davon entfernt.
LeBreton 10.04.2013
2. Bock zum Gärtner gemacht
In Stuttgart muss man endlich professionelle Strukturen aufbauen. Mit Bobic in den Vorstand wird der Bock zum Gärtner, und es geht so in diesem Trott weiter. Meines Erachtens sollte von AR Hundt, über Mäuser, Bobic und Labbadia, komplett neu strukturiert werden. Allofs, Schmadtke, Dieter Hoeness, Jupp Heynckes sind klangvolle Namen, welche man durchaus zu einer wirkungsvollen Organisationsstruktur aufbauen kann. Nicht jeder Fußballer taugt zum Manager, nicht jeder erfolgreiche Geschäftsführer taugt zum Aufsichtsrat.
de_ba_be 10.04.2013
3. Dieter Hoeneß??
Ich glaube Sie verwechseln Ihn mit seinem Bruder Uli, der soll dem vernehmen nach in der Tat ein wenig Ahnung von der Führung eines Vereins haben... Spaß beiseite, D.H. hat überall wo er war strukturelle und personelle Scherbenhaufen und große finanzielle Löcher hinterlassen. Klaus Allofs kann beim VfL Wolfsburg derzeit aus dem finanziell Vollen schöpfen, der wird einen Teufel tun und sein gerade aufgenommenes Amt bei einer finanzstarken Retorte für einen abgehalfterten Traditionsclub aufgeben. Jupp Heynckes wäre als Trainer ein möglicher Kandidat, Ich denke aber eher das er Gen Süden zieht und nochmal einen der beiden größten span. Clubs übernimmt, bei allem Respekt, aber der VfB ist unter seinem niveau und seinem sportl. Anspruch. Darüber hinaus hat er keine Verbindung zum Verein. Da hat selbst Schalke 04 bessere Karten.
von-wegen 10.04.2013
4. @LeBreton
sehe ich auch so. aber glaube nicht das die genannten vorschläge sich sowas antun wollen, vorallem wenn man alles austauscht!
de_ba_be 10.04.2013
5. und Schmadtke...
...profitiert von der jahrelang guten Arbeit der Herren Hecking und Veh, Ich finde Sportsfeund Schmadkte zwar sehr sympathisch, weil gradlinig, aber nicht für in der Lage, neue Strukturen zu schaffen und diese entsprechend zu führen, zumindest nicht alleine...
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