Bundesliga Ex-BVB-Chefscout Mislintat wird Sportdirektor beim VfB Stuttgart

Der VfB Stuttgart kämpft in der Gegenwart um den Ligaverbleib. Für die Zukunft haben sich die Schwaben nun mit einem prominenten Transferexperten verstärkt: Sven Mislintat gilt als Entdecker besonderer Talente.

Sven Mislintat
Bernd Thissen / DPA

Sven Mislintat


Dem abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart ist eine prominente Verpflichtung gelungen. Die Schwaben sind auf der Suche nach einem Sportdirektor fündig geworden. Der ehemalige Dortmunder Chefscout Sven Mislintat wird das Team um Sportvorstand Thomas Hitzlsperger verstärken. Das hat der Klub bestätigt. Zuvor hatten "Kicker" und "Bild" über die Verpflichtung berichtet.

Der 46-Jährige erhält laut des Klubs einen Zweijahresvertrag und übernimmt ab sofort die Position des Sportdirektors. Er soll künftig hauptverantwortlich für Transfers sein - sein Vertrag gelte unabhängig von der Ligazugehörigkeit des VfB, wie "Bild" und "Kicker" berichteten. Der VfB machte dazu zunächst keine Angaben.

"Ich bin im Umfeld von Traditionsklubs aufgewachsen, diese Atmosphäre ist mir sehr wichtig. Die Gespräche mit Wolfgang Dietrich und Thomas Hitzlsperger waren außerordentlich gut und ausschlaggebend für meine Entscheidung für den VfB", sagte Mislintat über seine neue Aufgabe.

Zuletzt war Mislintat als "Head of Recruitment" beim FC Arsenal in der Premier League tätig, hatte die Londoner aber wegen klubinterner Umstrukturierungen Anfang Februar schon nach 14 Monaten wieder verlassen. Zuvor hatte er sich bei Borussia Dortmund durch die Verpflichtungen von hochtalentierten Spielern wie Shinji Kagawa, Pierre-Emerick Aubameyang, Ousmane Dembélé oder Jadon Sancho großes Ansehen erarbeitet. Allerdings kam es in Dortmund auch zu Auseinandersetzungen mit dem damaligen Trainer Thomas Tuchel.

In der Bundesliga liegt der VfB derzeit mit 21 Punkten auf dem Relegationsrang 16, der FC Augsburg auf dem ersten Nichtabstiegsplatz ist sechs Spieltage vor Saisonende vier Punkte entfernt.

mey/ngo/sid

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insgesamt 3 Beiträge
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amasan 11.04.2019
1. gespannt auf die Transfers
Da bin ich sehr auf die Transfers gespannt. Vielleicht wird er das ein oder andere Supertalent nach Stuttgart führen, wäre gut für den Verein und sicher auch für die Vereine, die davon dann eine Saison später profitieren. Mal schauen wie er damit umgeht, wenn die Talente gar nicht erst den Zwischenschritt nach Stuttgart machen wollen, sondern direkt zu BVB und Co. gehen. Das ist sicher auch für ihn eine neue Situation, nicht bei einem Topclub zu sein mit internationalem Ruf.
majorfabs 11.04.2019
2. Mal abwarten
Beim VfB liegt es nicht unbedingt an einem (teuren) Talentscout. Mislintat hat sicherlich schon Treffer gelandet, aber er wird den VfB nicht in obere Tabellenränge heben können. Dafür bräuchte es Ruhe, Geld, langfristige Strategien und eine kompetente Vereinsführung. Das alles hat der VfB nicht. Abgesehen davon, bin ich mir sicher, dass ein Mislintat, der bereits bei wesentlich prominenteren Vereinen war, beim nächsten großen Angebot wieder weg ist. Für solch ein (Kurz-) Intermezzo ist er einfach zu teuer.
didohaun 11.04.2019
3. Egal wer...
die letzten Jahre beim VfB Stuttgart auf oder neben dem Fussballplatz agierte, viel ist nicht dabei zustande gekommen. Schwer daran zu glauben, dass es mit dieser neuesten Personalie besser werden soll. Als Leid geprüfter Anhänger wird man natürlich darauf hoffen, was sonst.
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