Testspiel in England Deutschland gewinnt vor Rekordkulisse

Die deutschen Fußballerinnen haben in der 90. Minute einen Sieg beim WM-Vierten England erkämpft. Fast 80.000 Zuschauer waren ins Wembley-Stadion gekommen.

Alexandra Popp erzielte das erste Tor für die DFB-Elf
DPA

Alexandra Popp erzielte das erste Tor für die DFB-Elf


Die deutschen Fußballerinnen haben ein Testspiel in London 2:1 gegen England gewonnen. Alexandra Popp (9. Minute) und Klara Bühl (90.) erzielten die Tore für das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg. Ellen White traf zum zwischenzeitlichen Ausgleich (44.).

Im Vorfeld hatte die Partie mit 90.000 verkauften Tickets als ausverkauft gegolten, dieser mögliche Europarekord wurde allerdings verpasst. Dennoch bedeuteten die 77.768 Zuschauer im Wembley-Stadion einen Rekord, denn nie zuvor hatten mehr Besucher ein Heimspiel der Lionesses gesehen.

Das deutsche Team startete mit einem intensiven und aggressiven Auftreten in die Partie, sodass die DFB-Elf bereits in der 9. Minute in Führung ging. Kathrin Hendrich flankte halbhoch ins Zentrum, wo Kapitänin Popp ins rechte Eck einköpfte.

Nach einer halben Stunde fanden die Engländerinnen immer mehr ins Spiel, doch die erste Chance auf den Ausgleich vergab Nikita Parris vom Elfmeterpunkt, weil DFB-Torhüterin Merle Frohms noch mit der linken Fußspitze rettete. Zuvor hatte Frohms White zu Fall gebracht (36.). Wenig später glich White nach einer Flanke aus. Dabei stand sie knapp im Abseits, der Treffer hätte nicht zählen dürfen (44.).

Erst in der 90. Minute sorgte Bühl für den 2:1-Siegtreffer. Für die 18-Jährige war es der siebte Treffer im zehnten Länderspiel.

England - Deutschland 1:2 (1:1)
0:1 Popp (9.)
1:1 White (44.)
1:2 Bühl (90.)
England: Earps - Greenwood, Williamson, Houghton, Bronze - Nobbs (77. Stanway), Walsh, Scott - Mead (73. Daly), White (73. Taylor), Parris (73. Hemp)
Deutschland: Frohms - Hendrich, Oberdorf (46. Hegering), Kleinherne, Doorsoun-Khajeh - Marozsán, Däbritz (70. Leupolz), Magull (84. Lattwein) - Starke (65. Knaak) -Popp (65. Bremer), Bühl
Schiedsrichterin: Frappart (Frankreich)
Gelbe Karten: - / Frohms, Doorsoun, Kleinherne
Zuschauer: 77.768

mjm



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Seite 1
zaunreiter35 09.11.2019
1. Bitte nicht überbewerten...
An einem für England traditionsreichen Tag - auch Männerteams spielten schon mit den "Poppies" (Mohnblüten) - wollte Deutschland dieses Duell wohl gewinnen. Es war das letzte Länderspiel für Deutschland in diesem Jahr, während England noch am Dienstag in Tschechien zu einem Freundschaftsspiel antreten muss. Aber dieses Spiel war kein sog. "Freundschaftsspiel", weil Deutschland übermotiviert zu Werke ging. Eigentlich hätten keine 11 Deutschen die 90 Minuten überstehen dürfen, denn Sara Doorsoun hätte mit ihrem gestreckten Bein gegen Beth Mead vom Platz fliegen müssen. Ebenso Merle Frohms. Eigenartigerweise werden - für mich persönlich - zuwenige Karten im Frauenfußball gezeigt. Denn inzwischen haben sich natürlich auch gewisse Unsitten aus dem Männerfußball etabliert, wie z.b. am Trikot ziehen, den Arm raushalten, etc. Die Schauspielfußballerin Magull hat zum Glück das Tor nicht bekommen. Alles in allem war es ein interessantes kurzweiliges und rasantes Fußballspiel, wo halt die Glücklicheren die Deutschen waren.
Bärwurz 1412 10.11.2019
2. Bin echt überrascht!
Zitat von zaunreiter35An einem für England traditionsreichen Tag - auch Männerteams spielten schon mit den "Poppies" (Mohnblüten) - wollte Deutschland dieses Duell wohl gewinnen. Es war das letzte Länderspiel für Deutschland in diesem Jahr, während England noch am Dienstag in Tschechien zu einem Freundschaftsspiel antreten muss. Aber dieses Spiel war kein sog. "Freundschaftsspiel", weil Deutschland übermotiviert zu Werke ging. Eigentlich hätten keine 11 Deutschen die 90 Minuten überstehen dürfen, denn Sara Doorsoun hätte mit ihrem gestreckten Bein gegen Beth Mead vom Platz fliegen müssen. Ebenso Merle Frohms. Eigenartigerweise werden - für mich persönlich - zuwenige Karten im Frauenfußball gezeigt. Denn inzwischen haben sich natürlich auch gewisse Unsitten aus dem Männerfußball etabliert, wie z.b. am Trikot ziehen, den Arm raushalten, etc. Die Schauspielfußballerin Magull hat zum Glück das Tor nicht bekommen. Alles in allem war es ein interessantes kurzweiliges und rasantes Fußballspiel, wo halt die Glücklicheren die Deutschen waren.
Soooo negativ alles zu sehen, irritiert mich! Der Beitrag kommt rüber wie von einer Spielerin, die bei der Aufstellung nicht berücksichtigt wurde. Ich fand es stark, dass die Frauen in den Genuss kamen, vor einer derartigen Kulisse spielen zu dürfen. Und ich glaube schon, dass dies den Ehrgeiz besonders angestachelt hat.
sowas66 10.11.2019
3.
Der Frauenfußball hat mittlerweile auch volle Stadien mehr als verdient und nicht nur dass, es wird Zeit die Damen auch dem entsprechend zu bezahlen!
georoli 10.11.2019
4. Die negative Sicht ist sehr einseitig
Zitat von zaunreiter35An einem für England traditionsreichen Tag - auch Männerteams spielten schon mit den "Poppies" (Mohnblüten) - wollte Deutschland dieses Duell wohl gewinnen. Es war das letzte Länderspiel für Deutschland in diesem Jahr, während England noch am Dienstag in Tschechien zu einem Freundschaftsspiel antreten muss. Aber dieses Spiel war kein sog. "Freundschaftsspiel", weil Deutschland übermotiviert zu Werke ging. Eigentlich hätten keine 11 Deutschen die 90 Minuten überstehen dürfen, denn Sara Doorsoun hätte mit ihrem gestreckten Bein gegen Beth Mead vom Platz fliegen müssen. Ebenso Merle Frohms. Eigenartigerweise werden - für mich persönlich - zuwenige Karten im Frauenfußball gezeigt. Denn inzwischen haben sich natürlich auch gewisse Unsitten aus dem Männerfußball etabliert, wie z.b. am Trikot ziehen, den Arm raushalten, etc. Die Schauspielfußballerin Magull hat zum Glück das Tor nicht bekommen. Alles in allem war es ein interessantes kurzweiliges und rasantes Fußballspiel, wo halt die Glücklicheren die Deutschen waren.
Es ist doch stark anzunehmen, dass die Engländerinnen vor fast 80.000 Zuschauern zuhause auch gewinnen wollen, egal ob sie demnächst noch ein Spiel haben oder nicht, vor allem gegen die Deutschen. Die Engländerinnen standen den Deutschen beim einsteigen nicht so viel nach. Da gab es durchaus die Möglichkeit auch England Karten zu geben, die haben aber keinen einzigen Karton bekommen. Der Elfmeter zusammen mit gelber Karte war doch eine adäquate Strafe, also was wollen Sie? Dann ein klares Abseitstor gegeben bekommen. Und danach war es ein Spiel von Deutschland aufs englische Tor. Also warum waren hier die Deutschen die Glücklicheren, sie wollten in der zweiten Hälfte einfach mehr und wurden kurz vor Schluss belohnt.
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