Testspiele Toni trifft, Maradona siegt, Frankreich stolpert

Bayern-Angreifer Luca Toni hat seinem Coach zu einem Rekord verholfen. Argentinien-Trainer Diego Maradona feierte ein erfreuliches Debüt, Kollege Berti Vogts war weniger erfolgreich. Frankreich musste einen Rückschlag hinnehmen, in Slowenien trafen Bundesliga-Profis mehrfach.


Hamburg - Das Debüt des argentinischen Fußball-Idols Diego Maradona als Nationaltrainer ist geglückt. Im ersten Spiel unter dem Weltmeister-Kapitän von 1986 kamen die "Gauchos" zu einem 1:0 (1:0)-Erfolg in Schottland. Argentiniens Siegtreffer im Glasgower Hampden Park erzielte Maxi Rodriguez von Atletico Madrid bereits in der 8. Minute. Damit bleibt Schottlands ruhmreiches Fußball-Stadion für Maradona ein gutes Pflaster: Am 2. Juni 1979 erzielte der damals 18-Jährige beim 3:1 gegen Schottland sein erstes von insgesamt 34 Länderspieltoren.

Argentinien-Coach Maradona: Erfolg zum Einstand
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Argentinien-Coach Maradona: Erfolg zum Einstand

Bayern-Stürmer Luca Toni bescherte dem italienischen Nationalcoach Marcello Lippi die Einstellung eines Weltrekords. Der Torschützenkönig der Bundesliga, in der Auswahl des Weltmeisters zuletzt stark in der Kritik, erzielte beim 1:1 (0:0) des Weltmeisters bei den von Otto Rehhagel trainierten Griechen in der 54. Minute den Treffer zum Endstand und sorgte dafür, dass Lippi zum 31. Mal nacheinander mit der Squadra Azzurra ungeschlagen blieb.

Lippi stellte die Bestmarke von Alfio Basile mit Argentinien (Februar 1991 bis August 1993) und Javier Clemente mit Spanien (September 1994 bis Januar 1998) ein. Um den Rekord hatte er allerdings fürchten müssen, als Ex-Europameister Griechenland durch den Leverkusener Theofanis Gekas in Führung ging (50.).

Derweil kam Ottmar Hitzfeld mit der Schweiz durch ein spätes Tor von Italien-Legionär Reto Ziegler (Sambdoria Genua/84.) zu einem 1:0 (0:0) gegen Deutschlands WM-Qualifikations-Gegner Finnland. Für den in Aserbaidschan tätigen Ex-Bundestrainer Berti Vogts gab es durch das 1:1 (1:1) gegen Albanien eine erneute Enttäuschung. Das Remis gegen Albanien ist vor allem deshalb ernüchternd, da die Gäste nach einem Platzverweis des Albaners Elvin Beqiri (45.) kurz vor der Pause in Unterzahl spielten. Unter Vogts gelang der Auswahl des Kaukasus-Staates damit in acht Spielen nur ein Sieg, ein 2:1 in Bahrain.

Mehrere Bundesliga-Stürmer treffen

Gleich sechs Tore durch Bundesliga-Profis gab es in Maribor beim Spiel Slowenien gegen Bosnien-Herzegowina. Beim 4:3 (2:1)-Erfolg der Bosnier schoss Vedad Ibisevic (1899 Hoffenheim), mit 14 Toren erfolgreichster Schütze im deutschen Oberhaus, gleich zwei Treffer (2./63.). Zudem waren die Wolfsburger Zvjezdan Misimovic (13.) und Edin Dzeko (53.) für Bosnien erfolgreich. Auf Seiten der Slowenen traf der Kölner Milivoje Novakovic (63., Elfmeter/75.) gleich zweimal.

Frankreich musste beim 0:0 gegen Uruguay einen neuerlichen Rückschlag hinnehmen, die Niederlande bezwangen Schweden 3:1 (1:0), Belgien blamierte sich beim 1:1 (1:0) in Luxemburg.

WM-Teilnehmer Elfenbeinküste hat derweil dank Stürmer Boubacar Sanogo vom Bundesligisten Werder Bremen eine Niederlage verhindert. Der Stürmer traf in der 85. Minute zum 2:2 (1:2)-Endstand in Israel. Ciprian Marica vom VfB Stuttgart leitete beim 2:1 (0:1) der Rumänen gegen Georgien mit dem 1:1 (62.) die Wende ein. Sandor Torghelle vom Zweitligisten FC Augsburg gelang beim 2:0 (0:0) der Ungarn in Belfast gegen Nordirland den Führungstreffer (57.).

fpf/sid



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