Protest gegen Ticketpreise BVB-Fans wollen Spiel in Sinsheim boykottieren

Am sechsten Bundesliga-Spieltag muss Borussia Dortmund bei der TSG Hoffenheim antreten - womöglich ohne Unterstützung der eigenen Anhänger. Wegen "abartiger" Ticketpreise rufen BVB-Fans zum Boykott auf.

BVB-Fans: Boykott-Aufruf für Auswärtsspiel in Hoffenheim
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BVB-Fans: Boykott-Aufruf für Auswärtsspiel in Hoffenheim


Stell dir vor, Borussia Dortmund spielt in Sinsheim - und keiner geht hin. Zumindest für die Fans des BVB könnte dieses Szenario zutreffen. Am sechsten Spieltag (23. September) empfängt die TSG Hoffenheim die Borussia, die billigste Sitzplatzkarte soll dann 55 Euro kosten.

Geht es nach der Fan-Initiative "Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar sein", sollen die Dortmund-Fans in der englischen Woche deshalb daheim bleiben. "Das ist eine Preisstruktur, die durch nichts zu rechtfertigen ist", schreiben die Initiatoren auf ihrer Webseite. Solch "abartige" Preise sollten bekämpft werden. Immerhin: Auf den Stehplätzen müssen die Dortmunder Fans 18 Euro für eine Karte bezahlen.

Die TSG unterteilt die Bundesligaklubs in drei Kategorien. Der BVB gehört wie der FC Bayern in die Top-Kategorie A, Anhänger dieser beiden Vereine müssen 55 Euro für die günstigste Sitzplatzkarte zahlen. Der FC Schalke 04 befindet sich in der Kategorie B, dort kosten Tickets für Gästefans 35 Euro. Ohne Zuschläge können beispielsweise Fans von Mainz 05 Karten für 26 Euro erwerben.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Textes fehlte der Zusatz, dass es sich um die Preise für Sitzplatzkarten handelt. Auch der Preis für die Stehplatzkarte wurde nachträglich hinzugefügt.

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insgesamt 87 Beiträge
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kascnik 10.08.2015
1. Geht dem Hopp
das Geld aus? Baer mal im ernst, das ist wirklich eine Frechheit drartige Preise zu verlangen. Natürlich wird es hier wieder die üblichen Foristen geben, die diese Ticketpreise feiern, schließlich müssen ja dann die ganzen Assozialen draußen bleiben. Nur wird dabei zu kurz gdacht. 55 Euro sind sowohl für einen Jugendlichen, eine Familie (165 Euro;3 Personen), den Rentner und im Prinzip für jeden Normalbürger zuviel. Einzig das Kaviarfre***** Volk geht dann noch hin, Opernpublikum, so macht man aus einem Spiel für jeden eine geschlossene Gesellschaft und vernichtet sich über kurz oder lang selbst.
shark 10.08.2015
2. Das
ist viel zu wenig. Jeder sollte mindestens 100 € hinblättern, damit sich die Spieler auch was leisten können. Sarkastisch, bei Mio. Gehältern, die ja auch finanziert werden müssen. Sport hat heute nichts mehr mit Sport zu tun, ob es Formel 1 oder Tennis ist, jeder schaut nur auf die Einkünfte.
galbraith-leser 10.08.2015
3. Richtig so!
Die Preisspirale geht seit Jahren nach oben - in England kann man sehen, wo das hinführt. Abartige Ablösesummen für Durchschnittskicker, die ebensolche Gehälter beziehen. Bei aller Liebe zum Fußball - es gibt Grenzen. Und es liegt an den Fans, durch einen für beide Seiten schmerzhaften Boykott diese Grenzen aufzuzeigen. 55 Euro für die günstigste Karte ist einfach nur frech. Das ist ja sogar in München noch billiger und die sind bekanntlich Ligakrösus.
mukulele 10.08.2015
4. Richtig so
Das nennt man Marktwirtschaft, das bedeutet die Nachfrage regelt die Preise. Besser die Klubs bekommen das Geld, als wenn das Ticket 10€ kostet und der Schwarzhändler es dann für 100€ verkauft.
Guckamaamol 10.08.2015
5. Wie immer lügt der BVB
Die billigste Karte kostet für den Gästefan 18€, also ein Zwanni für den Fan. Die Sitzplatzkarte kostet 55€. Aber solche Lügen zu schreiben und sich als SuperUltraIch WeißAllesBesserFans hinzustellen ist schon eine Frechheit. Natürlich ist es schon vile was hier verlangt wird. Aber Dortmund hat an sich schon höhere Preise und sie nhemen auch für manche Spiele Topzuschlag. Oder sahnen ab wenn es das letzte Spiel der Runde ist und verlangen dann auf einmal Topzuschlag, weil die Chance auf dei Meisterschaft besteht, also kehrt zu Hause vor der Tür und jammert nicht so rum.
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