Ex-Weltmeister Häßler über gesundheitliche Probleme »Ich bin nicht todkrank«

Thomas Häßler, Fußball-Weltmeister von 1990, klagte zuletzt über Gedächtnisverlust und Tinnitus. Sein Traineramt in der sechsten Liga muss er ruhen lassen – aber der Klub hält zu ihm.
Als Trainer von BFC Preussen erlitt Thomas Häßler bei einer Teamansprache jüngst einen Gedächtnisverlust

Als Trainer von BFC Preussen erlitt Thomas Häßler bei einer Teamansprache jüngst einen Gedächtnisverlust

Foto: Sebastian Räppold / Matthias Koch / IMAGO

Der ehemalige Fußballweltmeister Thomas Häßler ist nach gesundheitlichen Problemen auf dem Weg der Besserung. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, sagte der 56-Jährige der »Bild«. »Ich bin nicht todkrank, aber die Ursachen sind leider noch ungeklärt«. Häßler kann nach einem Gedächtnisverlust und einem Tinnitus derzeit seinen Job als Trainer des Berliner Sechstligisten BFC Preussen nicht ausüben.

Der 56-Jährige hatte am zweiten Spieltag eine Ansprache vor der Partie bei Hilalspor wegen gesundheitlicher Beschwerden abbrechen müssen. »Meine Gedanken waren ganz plötzlich weg. Ich wusste nicht mehr, was ich der Mannschaft zuvor sagen wollte«, berichtete Häßler.

Der gebürtige Berliner mit dem Spitznamen »Icke« hat sich intensiven medizinischen Untersuchungen unterzogen. »Ich bin gespannt, was die Auswertungen nächste Woche ergeben. Ich wurde in fast allen Abteilungen eines Ärztehauses in Charlottenburg auf den Kopf gestellt«, sagte Häßler. Er habe mit vielen Leuten gesprochen und dabei sei wegen ähnlicher Symptome auch das Wort Burn-out gefallen.

Häßler erhält Rückhalt vom Klub und gibt sich kämpferisch

Viele seiner Weltmeisterkollegen von 1990 wie Rudi Völler, Pierre Littbarski, Andreas Brehme oder Thomas Berthold hätten ihn angerufen und ihm Genesung gewünscht. Die Anteilnahme sei überwältigend und gebe ihm viel Kraft, sagte Häßler. »Ich bin ein Kämpfer. Ich will das hinkriegen und so schnell wie möglich an die Seitenlinie zurückkehren«, sagte er.

Der Klub hatte auf die Erkrankung Häßlers reagiert und Daniel Volbert bis auf Weiteres als Ersatztrainer geholt. »Wir entlassen ihn nicht. Thomas wird immer ein Preusse bleiben, und ich hoffe, er kommt bald zu uns zurück«, hatte Preussens Sportlicher Leiter Pierre Seiffert erklärt.

vgl/dpa
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.