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DFB-Pressekonferenz Müller kritisiert Medien

"Permanent werden Fehler gesucht": Thomas Müller hat sich über die Kritik der Medien an der Nationalmannschaft beschwert. Die Elf sei sehr zufrieden mit dem bisherigen EM-Verlauf, daher verwundere ihn die fehlende Euphorie im Umfeld. Das Team geht selbstbewusst ins Viertelfinale.

Thomas Müller hat auf der DFB-Pressekonferenz am Mittwoch zur Medienschelte ausgeholt. "Mir kommt es so vor, als ob wir uns auch für den Gewinn des EM-Titels noch schämen müssten", sagte der Bayern-Profi. Die Mannschaft sei sehr zufrieden mit dem bisherigen Turnierverlauf. Die deutsche Nationalelf steht nach drei Siegen in drei Spielen als Gruppensieger im Viertelfinale.

"Ich finde es komisch, dass so auf die Euphoriebremse getreten wird und permanent Fehler gesucht werden", kritisierte Müller. Der Torschützenkönig der Weltmeisterschaft 2010 wehrte sich zudem dagegen, an seiner Erfolgsbilanz in Südafrika gemessen zu werden. Konkreter wurde seine Kritik nicht.

Die Nationalelf habe bei der WM in der Vorrunde "auch nicht das große Feuerwerk abgebrannt", sich aber im Turnierverlauf deutlich gesteigert. Im anstehenden EM-Viertelfinale gegen Griechenland am Freitag in Danzig (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) brauche die Mannschaft Geduld.

Auch Teamkollege Sami Khedira rechnet mit einer schweren Aufgabe in der Runde der besten acht Mannschaften. Das Dänemark-Spiel habe einen Vorgeschmack auf Griechenlands Defensivtaktik gegeben. Gegenüber dem 2:1-Erfolg gegen die Skandinavier müsse das DFB-Team taktisch cleverer spielen, forderte er. "Die Griechen stehen sehr kompakt, sind gut abgestimmt und gehen aggressiv auf den Mann." Der Profi von Real Madrid warnte zudem vor den gefährlichen Kontern des Viertelfinalgegners.

In der eigenen Offensive sei viel Bewegung der Schlüssel zum Erfolg. "Wenn wir vorne Löcher reißen, haben wir viele sehr gute Lösungen", so Khedira. Wichtig sei es, ein hohes Tempo anzuschlagen, um das griechische Abwehrbollwerk müde werden zu lassen. "Wenn man statisch steht, wird es sehr schwierig." Der 25-Jährige glaubt: "Die Griechen werden es nicht schaffen, unser Spiel zu zerstören."

Wichtig sei es, nicht über das Viertelfinale hinauszuschauen. "Unser Blick zielt nur auf Griechenland. Weiterdenken ist eine große Gefahr", warnte Khedira. Ein Aus gegen die Griechen ist für die DFB-Spieler undenkbar. Müller erklärte kategorisch: "Wir haben einen Erfolgsgedanken im Team, darin kommt Ausscheiden nicht vor."

syd
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