Bundesliga Schaaf-Rücktritt enttäuscht Bruchhagen

"Die Realität ist manchmal grausam": Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen hat offenbar versucht, Thomas Schaaf zum Bleiben zu bewegen. Vergeblich - der Trainer sei zu verletzt gewesen.

Bruchhagen: "Keinerlei Kontakte zu einem anderen Trainer"
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Bruchhagen: "Keinerlei Kontakte zu einem anderen Trainer"


Heribert Bruchhagen bedauert den Rücktritt von Thomas Schaaf. Der Vorstandschef von Eintracht Frankfurt sagte, der Trainer sei verletzt, weil "er seine sportliche Leistung nicht ausreichend gewürdigt und sein Verhältnis zur Mannschaft falsch dargestellt sieht". Bruchhagen hatte offenbar vergeblich versucht, Schaaf umzustimmen: "Ich bin schon ein bisschen enttäuscht darüber, dass seine Ablehnung und seine Motive nicht mehr zu ändern waren. Die Realität ist manchmal grausam."

Schaaf hatte seinen ursprünglich bis 2016 laufenden Vertrag zuvor nach nur einem Jahr auf eigenen Wunsch aufgelöst. Hintergrund dafür ist laut Schaaf auch die mangelnde Unterstützung durch Teile der Vereinsführung und der Mannschaft.

Unter anderem der "Kicker" hatte berichtet, dass Schaaf sich von Teilen der Vereinsführung hintergangen fühle. Dem Bericht zufolge habe er schon vor dem letzten Saisonspiel gegen Bayer Leverkusen (2:1) erfahren, dass einige Funktionäre mit Sascha Lewandowski gesprochen hätten. Lewandowski arbeitet derzeit als Nachwuchskoordinator bei Bayer Leverkusen.

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Thomas Schaaf: Rücktritt nach nur einem Jahr
Bruchhagen dementiert, dass es eine Anfrage gab: "Fakt ist: Es gab bis zum heutigen Tag keinerlei Kontakte zu einem anderen Trainer." Auch zwischen den verschiedenen Führungsgremien der Eintracht gebe es "keine unterschiedlichen Auffassungen".

Schaaf war vor einem Jahr als Nachfolger von Armin Veh zur Eintracht gewechselt. Mit Tabellenplatz neun und einer Ausbeute von 43 Punkten erfüllte die Mannschaft unter ihm alle gesteckten Saisonziele.

cte/dpa



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ludwig2244 26.05.2015
1. Schaaf ist ein ruhiger Mensch
das heißt, es wird in Frankfurt gelogen. Der Trainer wird bestimmt stichhaltige Gründe haben, seinen Job dort aufgegeben zu haben. Schaaf mag mürrisch rüberkommen, aber er ist einer der besten deutschen Trainer in D.
nescius 26.05.2015
2. muss man
zur jetzigen Zeit als Trainer unbedingt einmal freiwillig gegangen sein? Ist das zur Zeit "in"? Gab es dieses Verhalten nicht schon früher bei den Vereinen? Neue Trainersuche usw. Oder gibt es heute mehr Memmen als Trainer? Trainiere deine Mannschaft Schaaf und um den Rest mach dir keinen Kopf. Wer will denn jetzt noch so Trainer wie Schaaf und Veh?
gannicus 26.05.2015
3. ein anderer Job ist frei..
..in Gelsenkirchen. Herr Schaaf, bitte übernehmen Sie! Sie könnten bei Schalke endlich Kontinuität herstellen.
Worthuelse 26.05.2015
4. Frankforder
Yippieh, die Diva vom Main ist zurück. Anstatt sich mit dem Erreichten zufrieden zu geben warden im Hintergrund schon mal die Messer gewetzt. Platz 9 sollte uns doch erst mal zufrieden stellen, wenn man bedenkt, dass die Mannschaft ein neues Spielsystem eingeführt hat. Naja, da werden wohl im Hintergrund schon mal die Reviere markiert für die Zeit nach Bruchhagen. Was dabei dann rauskommt, kann man schlichtweg nur als vereinsschädigend klassifizieren. Da können irgendwelche Traumtänzer mal wieder vom internationalen Geschäft träumen, wenn man hier aber keine Konstanz reinbringt, bleibt das ein Luftschloss ...
Torfkopf 26.05.2015
5. Saisonziel erreicht?
Thomas Schaaf war schon zu Beginn seiner Verpflichtung nur ein Notnagel, das sollte doch bekannt sein. Es gab andere Trainer die man umwarb, die aber bei ihren Vereinen bleiben wollten, schon vergessen? Das Saisonziel konnte nur die Europa Legue sein, zumindest also ein Qualiplatz (6 oder 7). Thomas Schaaf mag ein guter Trainer sein, mehr aber auch nicht. Selbst ein Pep Guardiola ist immer nur so gut, wieder der Kader bestückt ist. Und wenn dann Verletzungspech hinzu kommt, dann offenbart sich das Dilemma einer Mannschaft, siehe "Singletitel" der Bayern. Darf ich SPON daran erinnern, dass Mayer zu Beginn der Ägide unter Schaaf keine Rolle spielte, dass es erheblichen Drucks der Vereinsführung, der Medien und der Fans bedurfte, Mayer aufzustellen? Ein Bick in die Archive reicht. Dann allerdings landete er einen Zufallstreffer, er stellte Mayer in der Spitz auf und ein Torgarant, der sogar die Torjägerkanone erhielt, ward geschaffen. Wenn Herr Schaaf jetzt aufgibt, weil Heckenschützen hinter dem Riederwald lauerten, dann sollte Herr Bruchhagen dies z.K. nehmen und gemeinsam einen Nachfolger suchen. Lewandowski wäre sicherlich eine Alternative. Ich hätte Breitenreiter nach dem Abstieg von Paderborn versucht abzuwerben. Den wollte die Eintrachtführung schon früher. Ansonsten spröde Trainer passen nicht ins Rhein-Main-Gebiet obwohl nachürlich nicht jeder als "Kloppo" agieren kann. Veh war auch keine rheinische Frohnatur!
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