Fußballtrainer Legat hat "riesengroßes Problem" mit seinem Video-Hit

Als grätschende Abwehr-Kante gefürchtet, als sprücheklopfender Trainer ein Internetstar: Eine Pressekonferenz von Thorsten Legat verschaffte dem Ex-Profi neuen Ruhm, doch so richtig lustig findet Legat das nicht.

imago

Thorsten Legat war bei Bochum, Werder und Frankfurt einer der härtesten Verteidiger der Bundesligageschichte, die Gegenspieler fürchteten das Kraftpaket aus Bochum. Doch seit seiner Profikarriere ist der 46-Jährige nicht nur für seine Spielweise, sondern auch für seine Sprüche bekannt. Legendär ist seine Antwort auf die Frage, wie er zum Bodybuilding gekommen sei: "Immer Castroper Straße rauf."

Inzwischen ist Legat Trainer und als solcher beim FC Remscheid gelandet, Landesliga Niederrhein, Tabellenplatz 14. Seine Antrittspressekonferenz aus der vergangenen Woche wurde dank jeder Menge Legat-Sprech mit einigen Tagen Verspätung ein Internet-Hit.

"Man geht freitags auch mal schön weg und ballert sich den Arsch voll", sagte der Trainer etwa zum Unterschied im Alkoholkonsum zwischen seinen Spielern und den Stars aus der Bundesliga. Im Internet waren Legat damit die Lacher sicher.

Doch der findet das gar nicht so lustig.

Der Remscheider Sender rs1.tv befragte den Coach, wie er denn die Reaktionen bewerte. "Ich gehe davon aus, dass man sich ein bisschen belustigt in dieser Sache", sagte Legat. Er habe damit "ein riesengroßes Problem".

Warum, wird in dem Gespräch allerdings nicht ganz klar. Legat verweist lediglich auf seine im vergangenen Jahr erschienene Autobiografie. Dort beschreibt er unter anderem, wie er unter dem gewalttätigen Vater litt, einem alkoholabhängigen Bergmann, der ihn regelmäßig misshandelt haben soll. So erklärt Legat seine späteren Entgleisungen im Privatleben, als er etwa auf einem Parkplatz einigen Jugendlichen mit einem Schwert drohte.

Man solle die Vergangenheit ruhen lassen, so Legat nun im TV-Interview, ansonsten habe er dazu "kommentarlos nichts mehr zu sagen". Für einen Fehler will er sich aber noch entschuldigen: Die falsche Aussprache seiner neuen Heimat. In der Pressekonferenz sprach er Remscheid jedes Mal Reeeeeemscheid aus, mit sehr langem E. "Das heißt FC Remscheid, und damit belassen wir es auch."

luk



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Seite 1
Karbonator 06.10.2015
1.
War als Spieler schon ne peinliche Nummer, und jetzt als Trainer nicht wirklich besser. Nun ja...
Bueckstueck 06.10.2015
2.
Wat? Wer bist du denn!?
hansfrans79 06.10.2015
3.
Zitat von KarbonatorWar als Spieler schon ne peinliche Nummer, und jetzt als Trainer nicht wirklich besser. Nun ja...
Peinlich finde ich eher, wie Sie anonym und feige hier jemanden beleidigen möchten, der in seinem Leben weit mehr erreicht hat als Sie. Macht ihn nicht zum besseren Menschen, aber Sie sollten sich besser zurückhalten. Kommt nichts bei rum.
Rechtschreibprüfer_der 06.10.2015
4.
Zitat von hansfrans79Peinlich finde ich eher, wie Sie anonym und feige hier jemanden beleidigen möchten, der in seinem Leben weit mehr erreicht hat als Sie. Macht ihn nicht zum besseren Menschen, aber Sie sollten sich besser zurückhalten. Kommt nichts bei rum.
Als Spieler wurde er wg. Körperverletzung verurteilt, ist wg. Beleidigung aus dem Verein geflogen, stand nach Karrierende wieder vor Gericht usw. usf. Ja, der Herr Legat ist eine peinliche Nummer.
crunchy_frog 06.10.2015
5.
Zitat von Rechtschreibprüfer_derAls Spieler wurde er wg. Körperverletzung verurteilt, ist wg. Beleidigung aus dem Verein geflogen, stand nach Karrierende wieder vor Gericht usw. usf. Ja, der Herr Legat ist eine peinliche Nummer.
Gefällt mir weit besser als all diese glattgebügelten Vorzeigeprofis, die jeden Furz erst mal mit ihrem Management und Imageberatern abstimmen.
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