Timoschtschuk-Wechsel Ein Maximalist für München

Ende aller Konjunktive: Bayern München hat sich nach Anatolij Timoschtschuk auch mit dessen Verein Zenit St. Petersburg über einen Wechsel geeinigt. Der Ukrainer spielt ab Sommer in München - und will vorher den VfB Stuttgart noch aus dem Uefa-Cup werfen.


Hamburg - Anatolij Timoschtschuk, defensiver Mittelfeldspieler von Zenit St. Petersburg, wird zum 1. Juli für rund elf Millionen Euro zum deutschen Meister Bayern München wechseln. "Wir haben uns mit St. Petersburg, mit Präsident Djukow und Trainer Dick Advocaat verständigt", erklärte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in der "Sport Bild".

Zenit-Kapitän Timoschtschuk (2008): "Ich bin Maximalist"
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Zenit-Kapitän Timoschtschuk (2008): "Ich bin Maximalist"

Die Uefa-Cup-Partie von Zenit gegen den VfB Stuttgart am Mittwochabend wird nun zum ersten Vorspielen des 29-jährigen Ukrainers bei den deutschen Fans. "Ich bin Maximalist. Ich will jedes Spiel gewinnen", sagte Timoschtschuk vor dem Hinspiel in der Runde der letzten 32 in St. Petersburg.

Geklärt wurde in den abschließenden Gesprächen von München und St. Petersburg insbesondere die Problematik um die Ausstiegsklausel des Mittelfeldspielers Ende Februar. Timoschtschuk werde noch "bis zum 15. Juni für St. Petersburg spielen. Danach hat er noch zwei, drei Wochen Urlaub, bevor er zu uns kommt", erklärte Rummenigge. Die Bayern hatten sich schon länger mit dem Ukrainer auf einen Wechsel geeinigt.

Timoschtschuk gilt als besonnener Spieler, der sich nur selten zu Emotionen oder dummen Fouls hinreißen lässt. "Vermeiden muss man, dass eine endgültige Entscheidung von Emotionen diktiert wird", sagte der Uefa-Pokal- und Supercup-Sieger von 2008.

Auf dem Weg zu einem der besten Mittelfeldspieler Europas hat er nur zweimal den Verein gewechselt. 1997 ging er vom FC Volyn Lutsk zu Schachtjor Donezk, wo er zehn Jahre blieb. Im Februar 2007 gab Zenit St. Petersburg 14 Millionen Euro für ihn aus. Sein Vorbild ist der deutsche Rekordnationalspieler Lothar Matthäus. Dessen schwarz-rot-goldene Kapitänsbinde trug Timoschtschuk jahrelang.

goe/sid



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