Erfolg auf der 18. Etappe Nibali steht vor Tour-Sieg

Vincenzo Nibali ist bei der Tour de France nicht zu stoppen: Der Italiener setzte sich auf der 18. Etappe der Rundfahrt souverän gegen die Konkurrenz durch. Es ist Nibalis vierter Erfolg, der Gesamtsieg ist ihm damit kaum noch zu nehmen.

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Hamburg - Der Italiener Vincenzo Nibali vom Team Astana hat die 18. Etappe bei der Tour de France gewonnen und damit seine Gesamtführung ausgebaut. Auf dem 145,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen Pau und Hautacam setzte sich Nibali mit 1:10 Minuten Vorsprung auf Thibaut Pinot durch. Dritter wurde Rafal Majka. Der bisherige Gesamtzweite Alejandro Valverde (Spanien) verlor fast zwei Minuten. In der Gesamtwertung liegt Nibali jetzt 7:10 Minuten vor Pinot. Dritter ist Jean-Christophe Peraud (Frankreich/+ 7:23 Minuten), gefolgt von Valverde (+ 7:25).

Nibali, der 2010 die Vuelta gewann und 2013 den Giro d'Italia, trennen jetzt nur noch 400 Kilometer vom größten Triumph seiner Karriere. Sollte er einen Sturz verhindern können, ist ihm sein Vorsprung kaum zu nehmen. Einen derart großen Vorsprung hatte letztmals Lance Armstrong 2002 gegen Jan Ullrich herausgefahren.

Auf dem Schlussanstieg stellte Nibali seine Ausnahmestellung bei der Tour 2014 unter Beweis. Rund zehn Kilometer vor dem Ziel konnte der 29-Jährige als einziger Fahrer eine Attacke des amerikanischen Vuelta-Siegers Christopher Horner parieren, der Nibali bei der Spanien-Rundfahrt 2013 noch auf den zweiten Platz verdrängt hatte. Kurz darauf verschärfte Nibali selbst das Tempo und ließ den 42 Jahre alten Horner stehen, um kurz darauf seinen vierten Etappensieg perfektzumachen.

Durch seine herausragende Leistung setzte Nibali besonders Majka unter Druck. Der zweimalige Etappensieger vom Team Tinkoff-Saxo kämpfte sich jedoch zum dritten Platz - damit ist dem 24 Jahre alten Tour-Debütanten der Gewinn der Bergwertung nicht mehr zu nehmen.

Die 19. Etappe am Freitag (12:25 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) führt die Profis von Maubourguet Pays du Val d'Adour nach Bergerac.

mon/dpa/sid



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future-trunks 24.07.2014
1.
Zitat von sysopAP/dpaVincenzo Nibali ist bei der Tour de France nicht zu stoppen: Der Italiener setzte sich auf der 18. Etappe der Rundfahrt souverän gegen die Konkurrenz durch. Es ist Nibalis vierter Erfolg, der Gesamtsieg ist ihm damit kaum noch zu nehmen. http://www.spiegel.de/sport/fussball/tour-de-france-18-etappe-nibali-feiert-sieg-a-982767.html
nachdem in der ersten Woche alle anderen Favoriten durch stürze ausfielen, war leider zu erwarten, dass in ermangelung ersthafter Konkurrenz wenig Spannung bei dieser tour herrschen würde. aber der 7. sieger im 7. tour jahr hintereinander bringt wenigstens etwas abwechslung
Erich91 24.07.2014
2. Das haben
die vorhergehenden " als 1. ins Ziel kommenden Radler " auch schon getan. Sie haben im Sportlerjargon, die Konkurrenz dominiert und in Grund und boden gefahren. Leider war das dann nicht der Sieger des Rennens. Mittlerweile weiss niemand mehr, wer die letzten drei Rennen gewonnen hat. Es wird auch niemanden mehr interessieren. Es verwundert nur noch, das am Ende tatsächlich jemand zum Sieger erklärt wird.
chuckal 24.07.2014
3. Wie ist die Tour?
Zitat von sysopAP/dpaVincenzo Nibali ist bei der Tour de France nicht zu stoppen: Der Italiener setzte sich auf der 18. Etappe der Rundfahrt souverän gegen die Konkurrenz durch. Es ist Nibalis vierter Erfolg, der Gesamtsieg ist ihm damit kaum noch zu nehmen. http://www.spiegel.de/sport/fussball/tour-de-france-18-etappe-nibali-feiert-sieg-a-982767.html
Dead as a Dodo... Dass Ihr allerdings diese Danqward Schmonzette Tour der Leiden hier vor ein paar tagen gebracht habt, ein Film in dem ja nun wirklich alle verlogenen Dopingdeppen zur Epotheose durch Pepe beieinander sind, das hat dann aber doch ein Gschmäckle...
uzsjgb 24.07.2014
4.
Zitat von chuckalDead as a Dodo... Dass Ihr allerdings diese Danqward Schmonzette Tour der Leiden hier vor ein paar tagen gebracht habt, ein Film in dem ja nun wirklich alle verlogenen Dopingdeppen zur Epotheose durch Pepe beieinander sind, das hat dann aber doch ein Gschmäckle...
Sie haben die Tour wohl nicht verfolgt. Anders kann ich mir dieses Fazit nicht erklären.
Ostwestfale 24.07.2014
5. Nibali
Vincenco Nibali galt schon sehr früh als absolutes Megatalent. Seine karriere verlief kontinulierlich.Jetzt fahren seine ärgsten Rivalen nicht mit und er nutzt die Gunst der Stunde. Italien hat das strengste Anti-Doping-Gesetz in ganz Europa (was sich in vielen Sportarten bemerkbar zu machen scheint, z.B. im Langlauf).Ein italienischer Toursieger ist daher erst einmal ein postivies Zeichen.
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