Trainer-Karussell Sammer sagt Leverkusen ab

Matthias Sammer wird nicht neuer Trainer beim Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen. Der Wunschkandidat für die Nachfolge des entlassenen Klaus Augenthaler erteilte den Rheinländern eine Absage. Im Gespräch ist nun ein anderer deutscher Trainer, der eigentlich einen griechischen Verein übernehmen wollte.


Ex-Trainer Sammer (Stuttgart): "Habe wirklich gegrübelt"
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Ex-Trainer Sammer (Stuttgart): "Habe wirklich gegrübelt"

Leverkusen - "Das Angebot von Bayer war eine Ehre, ich habe wirklich gegrübelt. Aber es kam nach der Situation in Stuttgart zu früh", sagte der bei den Schwaben im Sommer entlassene Sammer der "Bild"-Zeitung. "Ich will mich erst weiter perfektionieren. Ich werde in England und Spanien hospitieren, ebenso bei Christoph Daum in Istanbul und Louis van Gaal in Alkmaar", so Sammer weiter. Entscheidend könnte gewesen sein, dass sich zahlreiche Anhänger in Leverkusen gegen eine Verpflichtung Sammers stark gemacht hatten. Dennoch galt der frühere Trainer von Borussia Dortmund als Wunschkandidat von Sportdirektor und Interims-Teamchef Rudi Völler.

Nachdem Völler mehrfach bekräftigt hatte, den Job nicht dauerhaft übernehmen zu wollen, geht die Trainersuche bei Bayer demnach weiter. Als aussichtsreiche Kandidaten gelten nun Völlers früherer Assistent bei der Nationalelf, Michael Skibbe, sowie der dänische Nationalcoach Morten Olsen und Lothar Matthäus, der derzeit noch die ungarische Nationalelf betreut und mit einem Wechsel zu PAOK Saloniki geliebäugelt hatte. Dem griechischen Club erteilte Matthäus jedoch nun eine Absage. "Aus persönlichen Gründen", wie es in einem Schreiben heißt. Saloniki hatte heute mit einem Besuch des 44-Jährigen in der Hafenstadt und dem erfolgreichen Abschluss der Vertragsgespräche gerechnet. Klaus Augenthaler wird unterdessen mit dem türkischen Verein Trabzonspor in Verbindung gebracht. Der hat sich gerade von Coach Senol Günes getrennt.



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