Trainersuche Völler gibt Leverkusen einen Korb

Sein Comeback auf der Trainerbank ist ihm gelungen. Rudi Völler hat Leverkusen in Duisburg zu einem souveränen Sieg geführt. Trotzdem will der erfolgreiche Interimscoach lieber wieder zurück an den Schreibtisch. Völlers Absage dürfte Matthias Sammer mit Freude zur Kenntnis genommen haben.


Interimstrainer Völler: Kurze Rückkehr ins Rampenlicht
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Interimstrainer Völler: Kurze Rückkehr ins Rampenlicht

Leverkusen - "Ich habe gesagt, dass ich das Amt bis zu einem gewissen Zeitpunkt übernehmen werde, aber nicht für lange. Daran ändert auch der Sieg nichts", erklärte Völler, nachdem er Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen als Interimsteamchef zu einem 3:1 (2:1)-Erfolg bei Aufsteiger MSV Duisburg und zum zweiten Saisonerfolg geführt hatte.

"Wenn ich wieder als Trainer hätte arbeiten wollen, dann hätte ich vor sechs, sieben Monaten Angebote aus Deutschland oder dem Ausland annehmen können. Ich habe mich aber für einen Job hinter dem Schreibtisch entschieden", sagte der 46-Jährige. Völler fungierte bereits in der Saison 2000/01 nach der Entlassung von Christoph Daum in Leverkusen als Interimstrainer und blieb in vier Bundesliga-Spielen ungeschlagen.

Zudem begründete der ehemalige DFB-Teamchef sein Desinteresse an dem vakanten Posten mit der Situation auf dem Trainermarkt. "Wenn kein vernünftiger Trainer auf dem Markt wäre, dann müsste ich mir die Sache überlegen. Aber es gibt ja einige Möglichkeiten. Ich werde mich in Ruhe mit Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser beraten", so Völler.

Holzhäuser hatte sich noch vor der Partie beim Aufsteiger für ein dauerhaftes Engagement Völlers als Trainer ausgesprochen. "Wir haben das Glück, mit Völler einen Fachmann im Club zu haben, mit dem man längerfristig arbeiten kann. Ich wäre ja verrückt, wenn ich nicht versuchen würde, ihn davon zu überzeugen", hatte Holzhäuser gesagt.

Als heißester Kandidat für die Nachfolge des am Donnerstag entlassenen Klaus Augenthaler gilt nach Völlers Absage Matthias Sammer. Der ehemalige Nationalspieler war vor der Saison vom VfB Stuttgart entlassen worden. Holzhäuser meldete vor dem Rheinderby am Mittwoch (20 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) gegen den 1. FC Köln allerdings Bedenken an: "Mir ist durchaus bewusst, dass die Anhänger Sammer aus welchen Gründen auch immer ablehnen", so Holzhäuser.



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