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Trainerwechsel Köln bestätigt Trennung von Soldo

Zvonimir Soldo ist nicht mehr Trainer von Bundesligist 1. FC Köln. Das bestätigte der Verein, nachdem Medienberichte über eine Trennung von Soldo zunächst zurückgezogen worden waren. Im Pokalspiel gegen 1860 München am Dienstag wird Frank Schaefer, Trainer der Kölner U23, das Team betreuen.

Hamburg - Der 1. FC Köln hat die Zusammenarbeit mit Zvonimir Soldo beendet. Das bestätigte der Verein am Sonntagnachmittag. Vorstand und Geschäftsführung hätten die Entscheidung gemeinsam nach einer eingehenden Analyse getroffen, teilte der Club auf seiner Homepage mit.

Auch Co-Trainer Michael Henke wurde mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden. Frank Schaefer, bisher Trainer der Kölner U-23-Mannschaft, soll in den kommenden Tagen das Training der Profis leiten. Schaefer soll auch am Dienstag beim DFB-Pokal-Spiel gegen 1860 München (19 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) auf der Bank sitzen.

"Die Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen. Es ist ihm aber nicht gelungen, den Abwärtstrend zu stoppen. Die Mannschaft hat in Hannover so wenig gezeigt, dass es uns besser erschien, so zu handeln", sagte Präsident Wolfgang Overath.

Am Vormittag hatte Soldo noch das Training geleitet. Doch insgeheim rechnete der Trainer wohl schon mit seiner Entlassung. Die Frage, ob er gegen 1860 die Verantwortung tragen werde, beantwortete er nur noch mit einem Schulterzucken. "In diesem Geschäft musst du auf alles vorbereitet sein. Als Trainer müssen deine Koffer immer gepackt sein", sagte Soldo nach der Trainingseinheit. "Der Ablauf war ganz normal. Ich habe mit den Spielern gesprochen. Dann haben wir leicht trainiert. Mehr weiß ich nicht."

Der FC hatte seine vergangenen drei Spiele verloren, am Samstag kassierte das Team ein 1:2 bei Hannover 96. Damit steht Köln mit fünf Punkten nach neun Spieltagen auf Tabellenplatz 17. Fans fordern seit langem die Ablösung des erfolglosen Trainers.

Soldo hatte das Amt am 12. Juni 2009 von Christoph Daum übernommen. Zuvor hatte Soldo mit Dinamo Zagreb die kroatische Meisterschaft und den Pokal gewonnen, verkündete nach dem Saisonende aber wegen Differenzen mit der Vereinsführung seinen Rücktritt. Der 41-Jährige bestritt zwischen 1996 und 2006 für den VfB Stuttgart 301 Bundesliga-Spiele.

Soldos Demission ist die zweite Trainerentlassung der laufenden Bundesliga-Saison. Zuvor hatte der VfB Stuttgart Christian Gross durch Jens Keller ersetzt. Soldo ist der insgesamt 323. Trainer, der seit dem Bundesliga-Start 1963 vorzeitig gehen musste. Als möglicher Nachfolger Soldos war zuletzt unter anderem Ex-Bundesliga-Profi Thomas Doll im Gespräch.

ulz/sid
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