Trainingslager Magath scheucht die Bayern

Bayern-Manager Uli Hoeneß lässt Felix Magath "freie Hand". Die Spieler des Rekordmeisters lernen nun, was das heißt: Der neue Trainer bringt sie gehörig ins Schwitzen.


Magath mit seinen Bayern-Spielern: "Es war schon anstregend"
DPA

Magath mit seinen Bayern-Spielern: "Es war schon anstregend"

Rottach-Egern - "Fitness ist die Voraussetzung, um international erfolgreich zu sein", hat Magath im Trainingslager in Rottach-Egern als Parole herausgegeben. "Stramm marschiert" seien sie, berichtet ein erschöpfter Ex-Nationalspieler Thomas Linke. Magath hatte seine Spieler hinauf zum Wallberg am Tegernsee in 1722 Meter Höhe gescheucht - zu Fuß und ohne Pause. Es regnete. Tags zuvor hatte es unangemeldet einen frühmorgendlichen Waldlauf gegeben.

Ziemlich müde sahen die Bayern-Spieler aus, als sie mit verdreckten Laufschuhen zum Bus zurückkehrten. "Schön, wir haben es bis ganz nach oben geschafft, es war schon anstrengend", sagte Linke. Um 9 Uhr morgens hatten sie das Mannschaftshotel verlassen, und Magath verriet nicht, wohin die Tour gehen sollte. Linke: "Das war etwas ganz Neues. So einen Marsch haben wir noch nie gemacht." Ebenso überraschend war am Vortag der Weckruf um 7 Uhr, als Magath und seine Kollegen Seppo Eichkorn und Werner Leuthard die Profis zum 50-minütigen Waldlauf beorderten.

Hoeneß freut sich über die neue Art des Bayern-Trainings. "Es ist wunderbar, wenn die Spieler Dinge erleben, die sie noch nicht erlebt haben", kommentierte er die Wallberg-Tour. "Schade, dass es geregnet hat. So haben sie nichts gesehen." Magath habe bei seiner Arbeit "freie Hand. Wir mischen uns in diese Dinge nicht ein."



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