Trainingsmethoden Peters kritisiert Bundesligatrainer

Die WM hat's gezeigt: Innovative Übungen können auch etablierte Profis noch verbessern. Doch davon werde im Vereinsfußball viel zu wenig umgesetzt, moniert Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters. Die Hoffnung auf einen Job beim DFB hat der künftige Regionalliga-Sportchef auch noch nicht aufgegeben.


Hamburg - "Viele Vereine sagen, sie wollen sich für neue Ideen öffnen und gezielter trainieren - in Wahrheit passiert aber nur wenig", sagte Peters in der "Berliner Zeitung". Der vom Verbands-Präsidium abgelehnte Wunschkandidat von Ex-Teamchef Jürgen Klinsmann für die Position des DFB-Sportdirektors sieht in der Bundesliga nach der "Pilotfunktion" der Klinsmannschen WM-Mission erst ein zaghaftes Umdenken zu neuen Trainingsmethoden und Maßnahmen.

Hockey-Bundestrainer Peters: "Die wollen nur ihre Ruhe haben"
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Hockey-Bundestrainer Peters: "Die wollen nur ihre Ruhe haben"

"Die wollen nur ihre Ruhe haben, weil sie ständig gefragt werden", urteilte der zukünftige Sportdirektor des Fußball-Drittligisten TSG Hoffenheim über viele seiner Fußball-Kollegen. Der Trainingsprozess sei bei weitem noch nicht - wie von der Nationalelf vorgemacht - genügend individualisiert.

"Diese Einzeldiagnostik macht Mühe und Arbeit, weshalb sie viele Trainer scheuen", so der 46-Jährige. Außerdem müsse in der Bundesliga positionsbezogener trainiert werden. "Aber es wird weiterhin zahlreiche Trainer geben, die völlig antiquiert arbeiten", sagte er.

Peters, der Anfang 2006 bei der Besetzung des Sportdirektor-Postens beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) gegen Ex-Nationalspieler Matthias Sammer den Kürzeren gezogen hatte, wiederholte seine Bereitschaft zur Mitarbeit beim DFB: "Dazu stehe ich. Ich möchte mich einbringen, wenn es gefragt ist. Es gab einige Gespräche mit Oliver Bierhoff und Matthias Sammer. Jetzt warte ich darauf, dass es konkreter wird."

kob/sid/dpa



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