Transfer-Gerangel Rosicky setzt Dortmund unter Druck

Im Wechselpoker verliert Tomas Rosicky langsam die Geduld. Der umworbene Spielmacher der Dortmunder Borussia will endlich Klarheit haben. Seinen finanziell schwer angeschlagenen Arbeitgeber hat der Tscheche aufgefordert, in den nächsten 24 Stunden über einen Transfer zu entscheiden.


BVB-Profi Rosicky: "Sofortige Klärung"
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BVB-Profi Rosicky: "Sofortige Klärung"

Dortmund - "Bis Freitag muss eine Entscheidung fallen. So oder so", sagte Rosicky der "Bild"-Zeitung, "das Beste für uns alle ist, wenn das Ding jetzt sofort geklärt wird." Im Hinblick auf die Fußball-EM in Portugal (12. Juni bis 4. Juli) wäre es besser, wenn er in Dortmund bliebe, so der 23-Jährige.

Auch Borussen-Trainer Matthias Sammer will den Fall bald geklärt wissen: "In den nächsten Tagen muss das Thema vom Tisch. Es kann nicht sein, dass wir vor dem Rückrundenstart andauernd eine Personaldiskussion führen."

Meldungen, auch Juventus Turin, der FC Barcelona und Liverpool seien an ihm interessiert, dementierte Rosicky. "Ich weiß nichts davon, ich habe nur ein Angebot von Chelsea", so der BVB-Spielmacher. Nach Informationen der "Ruhr Nachrichten" will der englische Premiership-Club dem BVB am Freitag ein konkretes Angebot für einen sofortigen Wechsel Rosickys vorlegen. Im Gespräch ist eine Ablösesumme zwischen 25 und 30 Millionen Euro.

Rosickys Vertrag in Dortmund läuft noch bis 2008. Er war vor drei Jahren für geschätzte 15 Millionen Euro von Sparta Prag zum BVB gewechselt. Aufgrund entgangener Einnahmen aus dem Europapokal muss Dortmund diese Saison mit einem Minus von rund 36 Millionen Euro rechnen. Eine hohe Ablösesumme für Rosicky würde zumindest die größte Not lindern.

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