+++ Transferticker +++ Keine Einigung zwischen Bayern und Dortmund wegen Hummels

Bayern und Dortmund seien sich über einen Hummels-Transfer weitgehend einig - so wurde zuletzt berichtet. Nach SPIEGEL-Informationen ist das verfrüht. Gareth Bale soll verliehen werden - nach München.

Mats Hummels während der Bundesliga-Partie bei RB Leipzig (Mai 2019)
Kai Pfaffenbach / REUTERS

Mats Hummels während der Bundesliga-Partie bei RB Leipzig (Mai 2019)


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FC Bayern und BVB - keine Einigung in der Causa Hummels

Ob der Innenverteidiger Mats Hummels zu seinem ehemaligen Verein Borussia Dortmund zurückkehrt, ist noch nicht entschieden. Das hat der SPIEGEL aus vereinsnahen Kreisen des FC Bayern erfahren. Demnach habe Bayern kein Angebot von 20 Millionen Euro plus Erfolgsnachschläge "als angemessen akzeptiert", wie die "Bild am Sonntag" berichtet hatte.

Tatsächlich wisse man in München zwar vom BVB-Interesse an Hummels, hieß es gegenüber dem SPIEGEL. Doch es habe entgegen der Medienberichte noch keine Gespräche zwischen den Vereinen gegeben. Darum entbehrten die kolportierten 20 Millionen Euro jeglicher Grundlage. Die Bayern-Führung habe einen Hummels-Wechsel noch nicht diskutiert und darum noch nicht entschieden, ob man den Verteidiger überhaupt ziehen lassen wolle. Auch die "grundsätzliche Zustimmung" von Bayern-Trainer Niko Kovac sei nicht erfolgt, heißt es in gut unterrichteten Münchener Kreisen. Mats Hummels' Berater, sein Vater Hermann, und Borussia Dortmund wollten sich nicht zur Thematik äußern.

Hummels spielte in der Jugend des FC Bayern, bevor er 2008 nach Dortmund wechselte. 2016 kehrte er nach München zurück, wo sein Vertrag noch bis Sommer 2021 gilt. Seine Zukunft dort könnte auch von Teamkollege Jérôme Boateng abhängen, dem Bayern-Präsident Uli Hoeneß zuletzt einen Vereinswechsel nahegelegt hatte. Neben Boateng und Hummels stehen in Niklas Süle und den Zugängen Benjamin Pavard und Lucas Hernández drei weitere Innenverteidiger im Bayern-Kader.

Gareth Bale for Bundesliga?

Gareth Bale gilt dem englischen Boulevardblatt "The Sun" zufolge als möglicher Zugang beim FC Bayern. Die Zeitung spekuliert über ein mögliches einjähriges Ausleihgeschäft mit dem 29 Jahre alten Offensivspieler von Real Madrid. Die Münchner seien für eine Saison angeblich bereit, das Gehalt von Bale (die Rede ist von rund 300.000 Euro die Woche) zu übernehmen. Eine Quelle nannte das Blatt nicht.

Nach dem Abschied von Arjen Robben und Franck Ribéry umwerben die Münchner für die Offensive Leroy Sané. Der 23-Jährige steht aber noch zwei Jahre bei Manchester City unter Vertrag. Vor zwei Jahren hatten die Münchner von Real bereits den kolumbianischen Nationalspieler James Rodríguez ausgeliehen, eine Kaufoption aber nicht genutzt.

Pogba forciert Abschied aus Manchester

Paul Pogba möchte Manchester United verlassen. "Ich denke, dass es für mich ein guter Zeitpunkt wäre, woanders eine neue Herausforderung zu suchen", sagte der Weltmeister während eines PR-Termins in Tokio.

Der Franzose wird mit einem Wechsel zu Real Madrid in Verbindung gebracht. Trainer Zinedine Zidane hatte schon im März von Pogba geschwärmt: "Er gefällt mir sehr, ist ein etwas anderer Spieler", sagte Zidane. "Er kann verteidigen und kann angreifen, er kann im Mittelfeld alles machen."

Pogba war vor drei Jahren für 105 Millionen Euro von Juventus Turin nach Manchester gewechselt, sein Vertrag dort läuft noch bis 2021. Auch über eine mögliche Rückkehr zum italienischen Rekordmeister wurde zwischenzeitlich spekuliert.

In der abgelaufenen Saison erzielte Pogba 16 Tore für Manchester United. Die Red Devils beenden die Spielzeit in der Premier League auf einem enttäuschenden sechsten Platz.

Auch Totti verlässt wohl die Roma

Francesco Totti wird die AS Rom offenbar verlassen. Nach der Trennung von Coach Claudio Ranieri und Kapitän Daniele De Rossi verabschiedet sich laut der "Gazetta dello Sport" auch die Klub-Ikone von der Roma. Die Trennung soll auf einer Pressekonferenz am Montag bekannt gegeben werden.

Der 42-Jährige sei mit dem Management des US-Klubchefs James Pallotta nicht zufrieden, schreibt die italienische Tageszeitung. Zuletzt war Totti bei einer Sitzung des Vereins-Managements nicht anwesend gewesen.

Totti hat als Spieler und Manager 25 Jahre bei AS Rom verbracht. Seit Ende seiner Spielerkarriere 2017 hatte Totti einen Managerposten bei den Römern bekleidet.

Kittel zum HSV?

Sonny Kittel steht offenbar kurz vor einem Wechsel zum Hamburger SV. Laut der "Hamburger Morgenpost" soll der 26-Jährige am Montag den Medizincheck absolvieren. Lediglich letzte Vertragsdetails seien noch zu klären. Nach dem Abstieg des FC Ingolstadt in die Dritte Liga ist Kittel ablösefrei zu haben.

Der Mittelfeldspieler erzielte in der vergangenen Saison elf Tore und sechs Assists für die Schanzer und war damit einer der wenigen Lichtblicke bei den Oberbayern.

Für Hamburg wäre Kittel nach Kinsombi, Heuer Fernandes, Dudziak, Gyamerah und Hinterseer der sechste externe Neuzugang für die kommende Saison.

Nach dem Abschied von Arjen Robben und Franck Ribéry umwerben die Münchner für die Offensive den deutschen Nationalspieler Leroy Sané. Der 23-Jährige steht aber noch zwei Jahre bei Manchester City mit dem früheren Bayern-Coach Pep Guardiola unter Vertrag. Vor zwei Jahren hatten die Münchner den kolumbianischen Nationalspieler James Rodríguez von Real Madrid ausgeliehen. Der FC Bayern nutzte allerdings nicht die Kaufoption für den Offensivmann, der nun nach Spanien zurückkehrt.

In einem am Sonntag von mehreren Internetportalen veröffentlichten Video sagte Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic: "Wir wollen einiges tun auf dem Transfermarkt." Dafür habe man aber noch Zeit und müsse entspannt bleiben. "Auf dem Transfermarkt gilt es, die Geduld zu wahren, abzuwarten und zu sehen, was möglich ist", sagte der 42-Jährige am Rande einer Veranstaltung auf Sardinien.

Neben weiteren Verstärkungen ist bei den Münchnern derzeit der Abschied von Innenverteidiger Mats Hummels im Gespräch, der zu Borussia Dortmund zurückkehren könnte. Mögliche Einnahmen für einen Transfer von Hummels und dessen Abwehrkollegen Jérôme Boateng könnten in weitere Star-Zugänge investiert werden.

Anmerkung: Zu einem möglichen Transfer von Mats Hummels gibt es bisher weder von Bayern München noch von Borussia Dortmund eine offizielle Stellungnahme. Eine frühere Schlagzeile erweckte einen anderen Eindruck, wir haben sie darum geändert.

hch/svs/sid/dpa



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Nonvaio01 16.06.2019
1. das bewaehrte BVB prinzip
ehemalige verkaufte spieler wiederzuholen. Bei Hummels muss man sehen ob es etwas bringt. Gerade in der Abwehr haette ich auf juengere gesetzt die sich finden koennne. Evtl will man Hummels auch als "lehrer" fuer die jungen haben, erfahrung die er weitergeben kann hat er jedenfalls jedemenge.
siryanow 16.06.2019
2.
Nu fehlt nur noch Lewandowski , dann haben die Dortmunder alle ihre verlorenen Schaefchen wieder im Nest.
Pela1961 16.06.2019
3. Alles Gute, Mats Hummels!
Ich kann ihn verstehen. Im letzten Jahr musste er sich mit Boateng um den zweiten Platz neben Süle streiten, jetzt kommen mit Hernandez und Pavard zwei IV, die wohl zusammen mit Süle die Plätze für die Zukunft unter sich ausmachen. Ich denke nicht, dass er sportlich nicht mehr mithalten kann, es ist ganz einfach eine Frage der mittelfristigen Perspektive. Dass er allerdings ausgerechnet nach Dortmund geht, verstehe ich nicht. So, wie er da von den Fans verabschiedet wurde, würde ich im Leben nicht mehr vor die Kurve treten.
Turbo 16.06.2019
4. Der Falsche.. aber schöne neue Abwehr
Dass entweder Hummels oder Boateng den Verein verlassen werden, war nach den beiden Transfer-Paukenschlägen mit 2 französischen Weltmeistern zu erwarten. Die Verteidigung wird beim FC Bayern für eine Generation ein neues Gesicht haben, das stand schon vor einigen Monaten fest. Ich persönlich hätte Hummels gerne behalten, allerdings muss man berücksichtigen, dass er wohl keine Stammplatzgarantie mehr gehabt hätte. Der Preis scheint auch angemessen, Hummels ist ja bereits unter Marktwert und an der Spitze seiner Leistungsfähigkeit zum FCB gekommen und ehrlicherweise sind aktuell Beträge mit +/- 10 Mio. (leider) nicht mehr der Rede wert. Sauer stößt hier aus reiner finanzieller Sicht eigentlich nur auf, dass der Verein Boateng letzte Saison nicht hat ziehen lassen und ihn nun entweder behalten muss oder diese Art von (Leih)-Lösungen finden muss, die man beim FCB eigentlich immer ganz gut verhindern konnte. Wenn es stimmt, dass das Transfer-Veto auf Initiative des Trainers kam, war das ein ziemliches Eigentor und dürfte Kovac-Kritiker nur befeuern. Nichtsdestotrotz wird die neue Abwehr des Verein - sollte Hernandez fit sein - sicher zu den stärksten der letzten Jahre zählen, was vor allem in der CL eine wichtige Rolle spielen wird.
marcuhlig 16.06.2019
5. Überschrift
na ja, versuchen wir das positiv zu sehen, 20 Mio mehr, die man ausgeben kann, hoffentlich kommt da noch was...
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