SPIEGEL ONLINE

SPIEGEL ONLINE

02. April 2014, 15:53 Uhr

Spaniens Top-Club

Ter Stegen hofft trotz Transferverbot auf Wechsel zu Barcelona

Transferverbot für den FC Barcelona - eine Nachricht, die besonders Mönchengladbachs Torhüter Marc-André ter Stegen interessieren dürfte. Sein Wechsel nach Spanien galt bereits als sicher. Und nun?

Hamburg - Das von der Fifa ausgesprochene Transferverbot für den FC Barcelona könnte auch Auswirkungen auf den möglichen Wechsel von Marc-André ter Stegen zu dem spanischen Top-Club haben. "Ich habe davon noch nichts gehört und ich weiß nicht, was ihr jetzt von mir wollt. Ich will dazu nichts sagen. Fakt ist: Ich werde Borussia auf jeden Fall im Sommer verlassen", sagte der Torhüter von Borussia Mönchengladbach der Zeitung "Express". Ein Vereinssprecher des Bundesligisten erklärte: "Wir sagen dazu nichts."

Ter Stegens persönlicher Berater Gerd vom Bruch reagierte gelassen: "Sie können definitiv davon ausgehen: Ter Stegen wird nicht arbeitslos. Ich bin kein Jurist, die Frage ist, ob bereits geschlossene Verträge noch gültig sind oder unter das Transferverbot fallen." Eine Aussage, die dafür spricht, dass der Gladbacher bereits bei den Spaniern einen Vertrag unterzeichnet hat.

Der Weltverband Fifa hat in dieser Frage mittlerweile klargestellt: Sollte der Wechsel schon fix und der Vertrag bereits unterzeichnet sein, würde die Fifa-Strafe nicht greifen. Die Borussia hat bereits mit dem Schweizer Yann Sommer einen Nachfolger für ter Stegen verpflichtet.

Man müsse erst einmal abwarten, ob Barcelona Einspruch gegen das Transferverbot einlegen werde, sagte vom Bruch: "Wir bleiben ruhig und schauen, was in den kommenden Wochen passiert. Es sieht jedenfalls weiter danach aus, dass Marc Gladbach im Sommer verlassen wird."

Aus Vereinskreisen des FC Barcelona heißt es gegenüber SPIEGEL ONLINE, der Club sei "überrascht" von der Entscheidung der Fifa. Man werde das Statement des Weltverbands zunächst "in Ruhe prüfen". Wenn der FC Barcelona dann das Gefühl habe, sich öffentlich äußern zu müssen, dann werde der Club das tun, "frühestens am Donnerstag".

DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig hat das Transferverbot derweil begrüßt. "Das ist ein richtiges Signal", sagte der Spitzenfunktionär der Deutschen Fußball Liga (DFL) der "Welt". Er begrüße, "dass die Fifa den Schutz von Minderjährigen ernst nimmt und den Auswüchsen, dass schon Spieler unter 18 Jahren international transferiert werden, entgegentritt", sagte Rettig.

aha/dpa/sid

URL:

Verwandte Artikel:


© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung