Trauer in Italien Nationaltrainer Lippi tritt zurück

Es hatte sich in den vergangenen Tagen bereits angedeutet, nun ist es sicher: Marcello Lippi ist nicht länger Trainer der italienischen Nationalmannschaft.

Hamburg - Dies teilte der italienische Fußballverband (FIGC) heute mit. "Es war eine außerordentliche menschliche und berufliche Erfahrung an der Spitze einer wunderbaren Mannschaft", so Lippi in einer Pressemitteilung, "ich halte meine Rolle als Führer des italienischen Teams für beendet".

Lippi hatte die "Squadra Azzurra" bei der WM in Deutschland zum Titel geführt und den größten Erfolg in seiner Laufbahn gefeiert. FIGC-Vizepräsident Giancarlo Abete lobte den 58-Jährigen für dessen "außerordentliche Professionalität und seine Fähigkeiten, ein Team zu leiten."

Dennoch habe Lippi ihm gegenüber bereits vor Wochen angedeutet, dass er nach der WM zurücktreten werde - unabhängig vom Abschneiden der Nationalelf, so Abete weiter.

Lippi hatte sich vor allem darüber beklagt, dass er und sein Sohn Davide, der bei einer verdächtigen Spieleragentur arbeitet, in der Berichterstattung über den italienischen Fußballskandal heftig angegriffen worden waren.

Gegen den Nationaltrainer wurde zwar nicht ermittelt, er musste aber vor der Staatsanwaltschaft zu den Vorwürfen italienischer Medien Stellung nehmen, er habe bestimmte Spieler nur nominiert, um deren Marktwert zu steigern.

hut/ap

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.