Trauer in Spanien Fußballprofi Puerta ist tot

Drei Tage nach seinem Zusammenbruch im Spiel gegen Getafe ist der Fußballer Antonio Puerta gestorben. Das teilte sein Club FC Sevilla heute mit. Der Profi des Uefa-Cup-Siegers wurde 22 Jahre alt.


Hamburg - Der spanische Profi starb nach Medienangaben um 15.46 Uhr. Nachdem sein Zustand am Sonntag als "ernst, aber stabil" bezeichnet wurde, hatte er sich heute zunehmend verschlechtert. Als Todesursache wurde ein durch Sauerstoffmangel hervorgerufener Hirntod (Postanoxische Encephalopathie) infolge der Herzstillstände festgestellt. Puerta hinterlässt eine schwangere Freundin, die im Oktober ihr erstes Kind erwartet.

Der linke Außenverteidiger war am Samstagabend beim 4:1-Erfolg seiner Mannschaft gegen Getafe nach einer halben Stunde zusammengebrochen, hatte aber zunächst das Bewusstsein wiedererlangt. In der Umkleidekabine erlitt der Abwehrspieler jedoch einen erneuten Kollaps, musste reanimiert und an eine Herz-Kreislauf-Maschine angeschlossen werden. Die Ursache für den Kollaps und die mehrfachen Herzstillstände sind noch ungeklärt.

Der FC Sevilla teilte mit, dass Puertas Leichnam in das heimische Sanchez Pizjuan-Stadion gebracht wird. Dort sollen sich die Fans von ihm verabschieden können. Puerta soll am Donnerstag beigesetzt werden. Das für heute Abend angesetzte Champions-League-Qualifikationsspiel zwischen dem FC Sevilla und AEK Athen wurde abgesagt. Die Partie soll am kommenden Montag um 20.45 Uhr nachgeholt werden.

Puertas Tod ist nicht der erste Todesfall eines Fußball-Profis durch Herzversagen: Im Januar 2004 war der ungarische Stürmer Miklos Feher von Benfica Lissabon in einem portugiesischen Liga-Match in Folge eines Herzanfalles gestorben. Sieben Monate zuvor war bereits Kameruns Nationalspieler Marc-Vivien Foe während eines Spiels im Konföderationen-Cup kollabiert und gestorben.

bri/sid



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