1860 München Ismaik kritisiert Wahl von Geschäftsführer Fauser

Der Streit geht in die nächste Runde: 1860 München hat mit Markus Fauser einen neuen Geschäftsführer vorgestellt. Die Entscheidung fiel jedoch gegen den Willen von Investor Hasan Ismaik, der verärgert reagierte.
Hasan Ismaik

Hasan Ismaik

Foto: Andreas Gebert/ dpa

Aufgerieben vom Machtkampf mit Investor Hasan Ismaik will 1860 München unter einem Krisenmanager erste Schritte zu einem Neuanfang in der Regionalliga machen. Der Zweitliga-Absteiger hat mit Markus Fauser einen neuen Geschäftsführer auf Zeit verpflichtet. Ismaik lehnt den neuen Mann jedoch entschieden ab.

In einer an die Fans gerichteten persönlichen Stellungnahme beklagte sich der Jordanier vor allem über das Verhalten der Verwaltungsratsmitglieder Markus Drees und Robert von Bennigsen. "Sie haben sich einfach der 50+1-Regel bedient und bessere Kandidaten ignoriert, die bestens qualifiziert sind und 1860 zurück zu altem Ruhm hätten führen können", schrieb Ismaik, der nach eigener Darstellung lieber Franz Gerber in dem Posten gesehen hätte.

"Sie haben einen neuen Geschäftsführer ernannt, dessen einzige Expertise die Insolvenz ist!", schrieb der Investor. Fauser hatte indes bei seiner Vorstellung versichert: "Das Insolvenzthema steht überhaupt nicht im Fokus".

Markus Fauser

Markus Fauser

Foto: Sven Hoppe/ dpa

Übergangspräsident Robert Reisinger hatte von einer Pattsituation auf der Beiratssitzung am Montag berichtet. "Wir haben nicht die Zeit, mit unserem Mitgesellschafter über Personen zu diskutieren", sagte Reisinger zum Entschluss des Präsidiums, Fauser einzusetzen.

"Es geht darum, die Handlungsfähigkeit der KGaA (Kommanditgesellschaft auf Aktien) wieder herzustellen. Das bedeutet eben auch, dass wir am 13. Juli eine Mannschaft haben und einen möglichst guten Saisonstart in die Regionalliga Bayern vorbereiten können", sagte Fauser und kündigte an, den Kontakt zu Ismaik zu suchen.

Der Geschäftsführer hat eine wichtige Funktion bei 1860, weil er dem Bayerischen Fußball-Verband (BFV) gegenüber einen Antrag stellen muss, in welcher Liga der Verein künftig spielen möchte. Fauser folgt auf Ian Ayre, der seinen Posten noch vor dem Zweitliga-Abstieg geräumt hatte.

mru/dpa
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