Regionalliga 1860 will ins Grünwalder Stadion umziehen

Zurück zu den Wurzeln: Nach dem sportlichen Absturz drängt 1860 München auf eine Rückkehr in seine traditionelle Spielstätte. Mit einer stark verjüngten Mannschaft will der Klub in die neue Saison gehen.
Geschäftsstelle des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße in München

Geschäftsstelle des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße in München

Foto: Andreas Gebert/ dpa

Der TSV 1860 München wird sich für die Regionalliga Bayern bewerben und plant eine Rückkehr in das Stadion an der Grünwalder Straße. Der neue Geschäftsführer Markus Fauser kündigte an, entsprechende Lizenzunterlagen "in den nächsten zwei Wochen" beim Bayerischen Fußball-Verband (BFV) einzureichen. Der Verein geht fest davon aus, die Spielberechtigung als 19. Team der vierten Liga zu erhalten. BFV-Präsident Rainer Koch hatte dies den Münchnern bereits signalisiert.

Zugleich sind die Löwen entschlossen, aus der beim eigenen Anhang verhassten Allianz Arena des Stadtrivalen FC Bayern auszuziehen und zukünftig wieder in ihrem traditionellen Heimstadion nahe dem Vereinsgelände zu spielen. "Darauf sind alle Planungen ausgerichtet", sagte Fauser: "Die Allianz Arena macht für uns in der Regionalliga keinen Sinn."

Eigentlich besitzt Sechzig bei Bayern noch einen gültigen Vertrag als Untermieter der Arena. In den nächsten Tagen sollen jedoch Gespräche mit dem Rekordmeister über einen möglichen Ausstieg geführt werden. Offen ist allerdings, ob das Grünwalder Stadion überhaupt den Anforderungen des DFB genügt, sollte der Verein von der Regionalliga in die dritte Liga aufsteigen. Diese Frage steht in Verhandlungen mit der Stadt München, die bereits ihre Hilfe angeboten hat, im Vordergrund.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Fauser entgegnete zudem Spekulationen, wonach 1860 eine Insolvenz anstrebe, um Investor Hasan Ismaik loszuwerden. "Insolvenzvermeidung steht im Vordergrund", sagte der Geschäftsführer. "Es ist nicht unser Ziel, auf einen Insolvenzantrag hinzuarbeiten." Weil Ismaik einen Millionenbetrag verwehrte, darf 1860 nicht in der dritten Liga antreten. Der Geschäftsmann will seine Anteile am Klub aber offenbar trotz der jüngsten Talfahrt halten.

Sportlich soll es in der neuen Spielzeit eine junge Truppe richten. Trainer Daniel Bierofka stellte sein Team großteils aus Akteuren der ehemaligen U21 zusammen, die er in der vergangenen Saison als Trainer zu Tabellenplatz zwei in der Regionalliga Bayern geführt hatte.

lst/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.