Turbulente Tage beim FCB HSV-Boss Hoffmann empört über Hoeneß

Streitobjekt Piotr Trochowski: Hamburgs Vorstandsvorsitzender Bernd Hoffmann kritisiert Uli Hoeneß für dessen Aussagen über den Nationalspieler. Arjen Robben wird den Münchnern gegen Tabellenführer Bayer Leverkusen wieder zur Verfügung stehen

HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann: "Kein Verständnis für die Bemerkungen"
dpa

HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann: "Kein Verständnis für die Bemerkungen"


Hamburg - "Die Aussagen von Hoeneß über Piotr sind respektlos und in der Sache falsch. Ich glaube, hier will der Manager von Bayern München von seinen Baustellen ablenken", sagte HSV-Boss Bernd Hoffmann der "Bild". Nach den Querelen um Philipp Lahm und der Kritik von Luca Toni hat Manager Uli Hoeneß nun auch noch Ärger mit dem Hamburger SV. Hoeneß hatte unter der Woche in einem Interview mit der "Zeit" über den HSV-Nationalspieler Piotr Trochowski gelästert: "Piotr Trochowski kann normalerweise keine zwei Sätze geradeaus sprechen, und jetzt spricht er über Fußballpolitik", so Hoeneß.

Der HSV-Profi nahm dazu keine Stellung. Er gebe erst nach dem Länderspiel am kommenden Mittwoch wieder Interviews, sagte er dem "Hamburger Abendblatt". Dagegen machte Hoffmann keinen Hehl aus seiner Empörung. "Ich habe für die Bemerkungen gar kein Verständnis. Piotr ist ein ernsthafter Mensch, intelligent und mit viel Engagement in sozialen Fragen", sagte Hamburgs Vorstandsvorsitzender. In einem Telefonat am Freitagvormittag habe er Hoeneß gefragt, "ob er das wirklich so gesagt und gemeint habe. Leider antwortete er, dass er es a) so gesagt und b) so gemeint habe".

Positive Neuigkeiten gibt es dafür vom niederländische Nationalspieler Arjen Robben. Dieser steht den Münchnern am 22. November (15.30 Uhr Liveticker, SPIEGEL ONLINE) im Top-Spiel gegen Bundesliga-Spitzenreiter Bayer Leverkusen aller Voraussicht nach zur Verfügung. Zwar klagt der Außenstürmer noch immer über Probleme mit dem rechten Knie, laut Vater Hans Robben ist er aber einsatzfähig. "Arjens Knie macht zwar immer noch leichten Ärger, aber aus heutiger Sicht ist sein Einsatz gegen Leverkusen nicht gefährdet", sagte Vater Hans der "Bild". Sein Sohn hatte das Trainingslager der niederländischen Elftal am Donnerstag wegen der Knieprobleme verlassen und auf einen Einsatz bei den Länderspielen am Samstag in Italien und gegen Paraguay am Mittwoch verzichtet.

Ebenfalls gute Nachrichten sind von Miroslav Klose zu vermelden. Der Nationalspieler hat sich nicht mit dem Schweinegrippe-Virus angesteckt. In den vergangenen Tagen hatte der Stürmer des FC Bayern München mit seiner Familie unter Quarantäne gestanden, nachdem seine Zwillingssöhne Noah und Luan an der Schweinegrippe erkrankt waren. Nach Ablauf der viertägigen Inkubationszeit sind bei Klose keine Symptome aufgetreten, teilten die Bayern mit. Seinem Einsatz im Länderspiel am Mittwoch gegen die Elfenbeinküste steht somit nichts im Wege.

met/dpa/sid



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