Uefa-Reform Ab 2021 gibt es drei Europapokal-Wettbewerbe

Europapokal bedeutet zwei Wettbewerbe? In drei Jahren gilt das nicht mehr, dann kommt ein weiterer hinzu. Dafür wird auch die Europa League verändert - und es gibt eine neue Anstoßzeit.

Europa-League-Ball
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Die Überlegung gibt es schon länger, nun aber hat die Uefa ihre neueste Reform beschlossen: Von der Saison 2021/2022 an wird es neben Champions League und Europa League einen neuen Wettbewerb geben. Damit steigt die Anzahl an Vereinen in den Europapokal-Wettbewerben von aktuell 80 auf dann 96. Das beschloss das Exekutivkomitee der Uefa.

Drei Europapokal-Wettbewerbe gab es zuletzt bis zur Saison 1998/1999, damals wurden der Europapokal der Pokalsieger, die Champions League und der Uefa-Pokal ausgetragen.

Die Bundesliga wird in dem neuen Wettbewerb einen Startplatz erhalten. Das sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel der Nachrichtenagentur dpa. Der deutsche Starter muss eine Qualifikationsrunde überstehen, um in die Gruppenphase des neuen Wettbewerbs einzuziehen.

Reinhard Grindel
ARMANDO BABANI/EPA-EFE/REX

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Die drei Wettbewerbe werden in sehr ähnlichem Modus ablaufen: Sowohl in der Champions League, als auch in der Europa League sowie in dem neuen Wettbewerb soll es acht Gruppen mit je vier Teams geben. Es wird also in dem Format gespielt, das aktuell bereits in der Champions League genutzt wird. Die Europa League wird damit verkleinert, dort spielen aktuell noch 48 Mannschaften.

Mindestens 34 Länder im Europapokal

Vor dem Achtelfinale soll es in dem neuen Wettbewerb eine weitere K.-o.-Runde geben. Dort treten die Gruppenzweiten des neuen Wettbewerbs gegen die Gruppendritten der Europa-League-Vorrunde an. Das wird auch für die Europa League übernommen. Dort treffen die Gruppendritten aus der Champions-League-Vorrunde auf die Tabellenzweiten der Europa-League-Gruppenphase.

Andrea Agnelli, Chef der europäischen Vereinigung der Topklubs (ECA), begrüßte die Entscheidung. Der Beschluss stelle die faire Entwicklung der Klub-Wettbewerbe sicher und sichere dem Fußball die Rolle als Sport Nummer eins in der Welt. Durch die Neuerung werden mindestens 34 Länder im Europapokal vertreten sein, aktuell liegt das garantierte Minimum bei 26.

Andrea Agnelli
DPA

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Gespielt wird in dem Wettbewerb in der Gruppenphase wie in der Europa League donnerstags. Für eine "begrenzte Anzahl an Spielen" soll es mit 16.30 Uhr auch eine neue Anstoßzeit geben, hieß es in der Pressemitteilung der Uefa.

Das Finale soll zum Saisonende in einer Woche mit den Endspielen der beiden bereits existierenden Wettbewerbe stattfinden, und zwar am Mittwoch. Der Gewinner qualifiziert sich für die Europa League. Das Europa-League-Endspiel wiederum wird auf Donnerstag geschoben, das Champions-League-Finale wird weiter am Samstag ausgetragen.

aev/dpa



insgesamt 21 Beiträge
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Seite 1
ilja.albrecht 03.12.2018
1. Toll...
...es ist früh am Morgen, aber vielleicht habe ich's auch nur überlesen: Wer bzw. welche Tabellen-Platzierung bekommt denn diesen Startplatz?
icke_hier 03.12.2018
2. Wer braucht das?
Was soll der Quatsch?! Spielen dann die üblichen Verdächtigen neben den nationalen Turnieren in dann mehr oder weniger 3 statt 2 europäischen 'Wettbewerben' oder spielen die Platzhirsche dann weiter in der bisher bekannten CL bzw. EL und Vereine wie der 1. FC Hundelunge spielen dann in diesem neuen europäischen Pokal? .... Wer will Ersteres in einer Art Dauerschleife sehen und wer will sich schon die 2. Variante um 16:30 Uhr anschauen?
Tennis Platzis 03.12.2018
3. Super...
endlich noch ein Wettbewerb, den kaum einen interessiert. Schon jetzt sorgen viele Spiele der Europa League für wenig besuchte Stadien. Und seit die Champions League ausnahmslos im Pay TV zu sehen ist, hat sie für die grosse Masse der Fans erheblich an Attraktivität eingebüßt. Den zukünftigen Modus, wenn ab Achtefinale der dritte der CL gegen den 2. der EL und der 3. der EL gegen die 2. des neuen Wettbewerbs antritt, versteht dann auch irgendwann kein Mensch mehr. Zumal diese Spiele sicherlich nicht besonders niveauvoll sein werden. Der neue Wettbewerb kann ja eigentlich nur unter der EL angesiedelt sein. Wer möchte so etwas überhaupt sehen ?
Nonvaio01 03.12.2018
4. sehr gut
endlich wird der UEFA Cup aufgewertet. Der UEFA Cup war ja erst spannend ab 1/16. Ich finde es macht sinn das zu aendern, und endlich ist es auch etwas verstaendlicher.
trojanspirit 03.12.2018
5. Jeden Tag schlimmer
Es ist kaum zu glauben, aber die Herren der FIFA und der UEFA schaffen es den Fußball jeden Tag etwas schlimmer zu machen. An manchen Tagen wie Heute schießen sie einen richtigen Bock. Was zum Henker soll das? Statt das Europapokal-System an sich mal richtig zu reformieren und interessanter zu gestalten nun eine völlig überflüssige Euroleague2. In der Champions League jedes Jahr im Prinzip die gleich Teams. Kein Wunder, allein die Teilnahme an der Gruppenphase sichert den. Nötigen Wettbewerbsvorteil in der heimischen Liga. Es qualifizieren sich aus der Gruppenphase heraus auch die immer gleichen Teams, ab Halbfinale im Grunde auch. Hauptsache die Topvereine können die Geldtöpfe sauber untereinander aufteilen damit ja kein sportlicher Wettbewerb entstehen kann. Immer das gleiche... In der Euroleague, chronisch unterfinanziert, spielen auch die immer gleichen Vereine. Ohne zumindest das Halbfinale zu erreichen finanziell uninteressant, sportlich genauso. Stadien, auch in Armenien, Aserbeidschan oder Albanien, mit viel guten Willen halbvoll. Mit endlosen Reisestrapazen für alle Beteiligten um am Ende ein belangloses Spiel zu sehen. Und nun noch eine Dritte Liga??? Macht gar keinen Sinn. Ach ja, doch... Natürlich! Wie konnte ich das vergessen? Es können wieder ein paar Werbeminuten vermarktet werden.
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