Teilausschluss von Fans Uefa bestraft Bayern hart für schwulenfeindliches Banner

Harte Strafe für den FC Bayern: Wegen eines homophoben Banners beim Achtelfinale gegen Arsenal verfügte die Uefa einen Teilausschluss der Fans für das nächste Champions-League-Heimspiel gegen Manchester United. Außerdem muss der Verein 10.000 Euro Geldstrafe zahlen.
Bayern-Fans beim Arsenal-Spiel: Homophobes Banner auf der Tribüne

Bayern-Fans beim Arsenal-Spiel: Homophobes Banner auf der Tribüne

Foto: imago

Hamburg - Die Uefa hat durchgegriffen: Weil im Achtelfinale des Champions League zwischen dem FC Bayern und dem FC Arsenal ein schwulenfeindliches Banner auftauchte, sind die Münchner für die kommende Spielrunde hart bestraft worden. So muss im Heimspiel gegen Manchester United ein Fanblock auf der Gegengeraden der Arena komplett leer bleiben. Zudem müssen die Bayern 10.000 Euro Strafe zahlen.

Auf dem Banner war ein Spieler des FC Arsenal als offensichtlich schwul abgebildet worden. Darüber stand die Aufschrift "Gay Gunners". Das Plakat hatte unter Fans schon direkt nach dem Spiel für heftige Diskussionen gesorgt. Die Uefa hatte bereits am Tag nach dem Spiel angekündigt, dass sie Ermittlungen aufnehmen werde.

"Wir bedauern diesen Vorfall aus dem Spiel gegen Arsenal sehr und distanzieren uns aufs Schärfste von diesem diskriminierenden Banner. Dies wird vom FC Bayern München niemals akzeptiert", ließ Bayerns-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge mitteilen.

Ursprünglich soll die Uefa sogar vorgehabt haben, den gesamten Unterrang der Gegengerade für Bayernfans zu sperren. Mit dem Verein einigte man sich schließlich auf den Teilausschluss, in dem ein Block freigehalten wird. Die Bayern wollen nun die "Verursacher dieses Vorfalls dingfest machen", danach sollen Schadensersatzforderung juristisch geprüft werden.

aha/dpa/sid
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