Uefa-Cup Ersatzkeeper wahrt Lauterns Chance aufs Halbfinale

Im Viertelfinal-Hinspiel des Uefa-Cups zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem PSV Eindhoven war der 20-jährige Ersatztorwart Roman Weidenfeller der Mann des Abends.


Lauterns Ersatzkeeper Roman Weidenfeller feierte ein großartiges Europacup-Debüt
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Lauterns Ersatzkeeper Roman Weidenfeller feierte ein großartiges Europacup-Debüt

Kaiserslautern - Mit einer überragenden Leistung hielt Lauterns Ersatztorhüter Roman Weidenfeller den knappen 1:0 (1:0)-Erfolg gegen den PSV Eindhoven fest. FCK-Teamchef Andreas Brehme lobte: "Weidenfeller hat einige unhaltbare Bälle pariert." Auch Kapitän Mario Basler wusste, wem die Platzherren den Sieg zu verdanken hatten: "Ich bin stolz, dass wir so einen zweiten Torwart haben."

Vor 23.851 Zuschauern auf dem Betzenberg erzielte Harry Koch mit einem Foulelfmeter in der 31. Minute den einzigen Treffer. Im Rückspiel in einer Woche können die "Roten Teufel" nun zum zweiten Mal in ihrer Vereinsgeschichte das Halbfinale des Uefa-Cups erreichen. Glück hatten die Gastgeber in der Schlussminute, als ein Freistoßtreffer wegen Abseits nicht anerkannt wurde.


Georg Koch mit Ermüdungsbruch


Vor dem Spiel hatte das Brehme-Team eine Hiobsbotschaft wegstecken müssen, die Weidenfeller erst ins Team brachte: Torwart Georg Koch fiel wegen eines erst am Mittag festgestellten Ermüdungsbruchs im linken Fuß aus. Für den 29-jährigen Stammtorwart, der sich auf das Wiedersehen mit seinem Ex-Club gefreut hatte, kam der 20-jährige Weidenfeller zu seinem ersten internationalen Einsatz. Der zum Kader der U-21-Nationalmannschaft zählende Weidenfeller bestritt zuvor in der Bundesliga nur ein Spiel.

Weidenfeller war dann der herausragende Spieler auf dem Platz: Bei größten Möglichkeiten von John de Jong (13., 39.), Andre Ooijer (38.), Theo Lucius (45.), Mateja Kezman (66.) und in der 90. Minute erneut de Jong parierte er glänzend, nachdem in der Lauterer Abwehr die Zuordnung fehlte. Auch der etwas überraschende Führungstreffer durch den Elfmeter von Koch - Jan Heintze hatte Olaf Marschall gefoult - brachte keine Sicherheit in die Hintermannschaft der Gastgeber.


Glücklicher Sieg


Der PSV musste auf Ruud van Nistelrooy und Eric Addo verzichten - sie waren bei der Uefa-Pokal-Meldung vergessen worden. Dennoch hatten die Gäste während der gesamten Spielzeit die besseren Chancen. Kaiserslautern hätte trotz einer durchwachsenen Leistung einen höheren Sieg erzielen können: Aber Hany Ramzy (62.) vergab unbedrängt gegen den über weite Strecken unbeschäftigten PSV-Keeper Ronald Waterreus. "Aus dieser Chance hätte Ramzy mehr machen müssen", kritisierte Brehme.


Kaiserslautern - Eindhoven 1:0 (1:0)
1:0 Koch (31., Foulelfmeter)
1. FC Kaiserslautern: Weidenfeller - Basler - Harry Koch, Ramzy - Buck, Ratinho, Hristow, Strasser - Klose, Marschall (75. Grammozis), Lokvenc
PSV Eindhoven: Waterreus - Ooijer (45. Faber), Nikiforow, Hofland, Heintze - Vogel, Bouma (54. Kolkka), de Jong, Lucius (65. Bruggink), Rommedahl - Kezman
Schiedsrichter: Poll (England)
Zuschauer: 23.851
Gelbe Karten: Strasser (4), Klose (2), Basler (2), Hristow - Kezman (3), Vogel (2), Hofland (2)




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