Uefa-Cup-Finale Dopingfall sorgt für Unruhe bei Feyenoord

Vor dem Uefa-Cup-Finale gegen Dortmund sorgt bei Feyenoord Rotterdam ein Doping-Fall für Schlagzeilen. Der Spieler "Ebi" Smolarek ist nach dem Uefa-Cup-Viertelfinale gegen Eindhoven positiv auf ein Cannabis-Abfallprodukt getestet worden.


Ebi Smolarek: "Weder Hasch noch Gras oder anderes Zeugs geraucht"
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Ebi Smolarek: "Weder Hasch noch Gras oder anderes Zeugs geraucht"

Rotterdam - Ebi Smolarek, Sohn des polnischen Fußballidols Wlodzimierz Smolarek (früher Eintracht Frankfurt), wurde positiv auf das Mittel Cannabinol getestet. Cannabinol ist ein Abbaustoff von Cannabis. Nach Angaben von Feyenoord-Offiziellen sei die Probe nach dem Viertelfinale des Uefa-Pokals gegen den niederländischen Rivalen PSV Eindhoven genommen worden. Eine Sperre hat die Uefa noch nicht verhängt.

Rotterdams Manager Jan D. Swart gab zu, schon vor drei Wochen von der Europäischen Fußball-Union (Uefa) über die erhöhte Konzentration von Cannabinol unterrichtet worden zu sein. Der 21 Jahre alte Nationalspieler bestreitet hingegen jeden Drogenkonsum. In Smolareks Urin wurden 20,3 Nanogramm pro Milliliter Cannabinol festgestellt; 15 sind erlaubt. Dennoch bestreitet der Stürmer Drogen-Konsum in irgendeiner Form. "Ich habe weder Hasch noch Gras oder anderes Zeugs geraucht. Ich rauche nicht, schon gar keine Drogen", erklärte Smolarek auf seiner Homepage. Zu seiner Verteidigung hat der Stürmer einen Anwalt eingeschaltet.

Zu viele Schokoriegel?


Rotterdams Manager vermutet, dass verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel oder Schokoladenriegel die Überkonzentration verursacht haben. "Davon konsumiert er ziemlich viel", erklärte Swart, "außerdem ist dieser Stoff in den Niederlanden an jeder Straßenecke zu kaufen." Cannabinol steht nicht auf der Dopingliste des niederländischen Fußball-Verbandes (KNVB).

Feyenoord Rotterdam tritt am Mittwoch (20.45 Uhr/live in der ARD) gegen den deutschen Meister Borussia Dortmund im Uefa-Cup-Finale an.



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