Uefa-Cup-Gruppenspiel Eintrachts Nullnummer gegen Newcastle

Eintracht Frankfurt hat in der Uefa-Cup-Gruppenphase trotz klarster Torchancen den ersten Heimsieg verpasst. Jetzt braucht der Club im "Endspiel" bei Fenerbahce Istanbul einen Sieg. zum Erreichen der Zwischenrunde.


Frankfurt - Die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel kam gegen Newcastle United nicht über ein torloses Remis hinaus und hat damit nur zwei Punkte aus drei Spielen auf dem Konto. Ein Erfolg am 13. Dezember in der Türkei beim Ex-Klub von Trainer Christoph Daum würde jedoch den sicheren Einzug in die K.o.-Runde bedeuten.

Viele Torchancen, keine Treffer: Eintracht-Spieler Benjamin Köhler
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Viele Torchancen, keine Treffer: Eintracht-Spieler Benjamin Köhler

Vor 47.000 Zuschauern in der erneut ausverkauften Frankfurter WM-Arena begann die Eintracht gegen die bereits für die Runde der letzten 32 qualifizierten "Magpies" unerklärlich ängstlich. Erst in der 25. Minute wachten die Frankfurter auf, als der starke Albert Streit völlig freistehend per Kopf an Gäste-Keeper Shay Given scheiterte. 60 Sekunden später köpfte Ioannis Amanatidis unbedrängt über das Tor. Auch ein Schuss des griechischen Nationalspielers verfehlte sein Ziel knapp (31.).

"Das war toll. Mehr als die Mannschaft heute gemacht hat, kann man nicht machen", meinte Trainer Friedhelm Funkel: "Das einzige, was gefehlt hat, waren die Tore. Da wird man als Trainer verrückt. Abwehrspieler Christoph Spycher ergänzte: "Heute hat einfach das Glück gefehlt. Schön, dass nicht alles vorbei ist. Wir werden in Istanbul alles machen, was möglich ist. Wir müssen nur so spielen wie heute, dieses Spiel ist der Maßstab."

"Leider haben wir unsere guten Chancen in der ersten Halbzeit nicht genutzt. Der Kopfball von Albert Streit muss rein", hatte Funkel schon in der Halbzeitpause die mangelnde Chancenverwertung moniert. "Klar, den muss ich machen", gab Streit zu: "Aber wenn wir alle unsere Chancen genutzt hätten, hätten wir 5:0 gewonnen. Im Hexenkessel von Istanbul wird es schwer, aber wenn wir so spielen wie heute, dann können wir dort was reißen."

Mit Blick auf die kommende Partie bei Alemannia Aachen am Sonntag hatte der Frankfurter Trainer seine Elf im Vergleich zum 1: 1 gegen Borussia Dortmund gleich auf vier Positionen verändert. Dabei zeigte vor allem der für Youngster Marco Russ wieder in die Anfangsformation gerückte Alexander Vasoski in der Defensive einige Unsicherheiten. Auch Markus Weissenberger fehlte als Ersatz für den gesperrten Alex Meier über weite Strecken die Bindung zum Spiel.

Die Gäste aus Newcastle, die in der Premier League als Tabellen-17. in Abstiegsgefahr schweben, traten in ihrem abschließenden Gruppenspiel mit einer besseren B-Elf an und konzentrierten sich vor allem auf die Sicherung der Defensive. Die einzige Chance in der ersten Halbzeit hatte der türkische Nationalspieler Emre mit einem Freistoß (45.). Newcastles Trainer Glenn Roeder musste verletzungsbedingt allerdings auch auf die Schlüsselspieler Michael Owen, Damien Duff, Stephen Carr, Scott Parker und Kieron Dyer verzichten.

Nach dem Seitenwechsel forcierte die Eintracht ihr Flügelspiel und versuchte so zum Führungstreffer zu kommen. Nach einer Flanke von Naohiro Takahara segelten im Fünf-Meter-Raum aber zunächst Amanatidis, der in der 78. Minute verletzt ausschied, und dann Streit alleine vor Keeper Given am Ball vorbei (50.). Zwei Minuten später schoss erneut Streit rechts am Tor vorbei, elf Minuten vor dem Ende köpfte Benjamin Köhler knapp vorbei (79.). Auf der anderen Seite retteten Sotorios Kyrgiakos nach einem Kopfball von Antoine Sibierski auf der Torlinie (61.) und Markus Pröll gegen Emre (79.).

reh/sid

Eintracht Frankfurt - Newcastle United 0:0

Frankfurt: Pröll - Rehmer (64. Ochs), Kyrgiakos, Vasoski, Spycher - Streit, Huggel, Weissenberger, Köhler - Takahara, Amanatidis (79. Fink). - Trainer: Friedhelm Funkel

Newcastle: Given - Ramage, Bramble, Taylor, Milner - Solano, Butt, Emre, N'Zogbia - Sibierski, Luque (59. Martins). - Trainer: Glenn Roeder

Schiedsrichter: Pedro Proenca (Portugal)

Tore: keine

Zuschauer: 47.000 (ausverkauft)

Gelbe Karten: Streit, Huggel, Amanatidis - Taylor, Solano sid ra



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