Uefa-Cup Nürnberg im Pech, Bayer und Bayern glänzend

4. Teil: Bayer fertigt Istanbul ab


Vor 22.000 Zuschauern in der ausverkauften BayArena machten zweimal Sergej Barbarez (11., 22.) sowie Stefan Kießling (13.) mit seinem sechsten Europapokaltor der Saison das Weiterkommen innerhalb von zwölf Minuten perfekt. Abwehrspieler Karim Haggui (55.) und Bernd Schneider per Foulelfmeter (60.) schossen in der zweiten Hälfte den höchsten Leverkusener Heimsieg im Europacup seit dem 11. August 2004 heraus. Das späte Tor der Gäste durch Ahmed Barusso (87., Foulelfmeter) war nurmehr Ergebniskorrektur.

"Das war ein wunderschöner Abend. Das sind Spiele, die Spaß machen", sagte Barbarez, der lange Jahre beim künftigen Gegner HSV spielte: "Ich freue mich auf viele bekannte Gesichter. Aber es ist schade, dass eine deutsche Mannschaft ausscheiden muss."

Die gut 5000 türkischen Fans trauten in der ersten halben Stunde ihren Augen nicht. Die Leverkusener spielten Galatasaray mit herrlichem Kombinations- und Angriffsfußball schwindelig und waren im Vergleich zum dürftigen Auftritt im Hinspiel nicht wiederzuerkennen. Bereits nach elf Minten brachte dabei Barbarez nach einer Flanke von Kießling die Leverkusener auf die Siegerstraße.

Sehenswert waren auch die weiteren Treffer vor der Pause. Nach feinem Zuspiel von Schneider war Kießling zur Stelle, beim zweiten Barbarez-Tor leistete der Schweizer Nationalspieler Tranquillo Barnetta die Vorarbeit. So machte sich das Fehlen des Leverkusener Torhüters René Adler überhaupt nicht bemerkbar. Adler fällt derzeit mit einer Muskelverletzung im Adduktorenbereich aus und wird auch am kommenden Samstag in der Bundesliga gegen Schalke 04 (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) fehlen. Stellvertreter Benedikt Fernandez machte seine Sache gut und war bei den wenigen türkischen Chancen, etwa der von Ümit (58.), zur Stelle. "Er hat keine Nerven gezeigt. Ein tolles Spiel von ihm", sagte Sportdirektor Rudi Völler.

Insgesamt enttäuschten die von Karl Heinz Feldkamp trainierten Istanbuler über die gesamten 90 Minuten. Auch der frühere Schalker Lincoln, der zur zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, konnte dem Spiel keine Wende mehr geben. Stattdessen leitete ein Fehler des Galatasaray-Keepers Orkun, der den Ball vor die Füße von Haggui abprallen ließ, das 4:0 ein. Fünf Minuten später kam dann auch Schneider zu seinem Treffer, nachdem Servet Kießling im Strafraum gefoult hatte.

Bayer Leverkusen - Galatasaray Istanbul 5:1 (3:0)
1:0 Barbarez (11.)
2:0 Kießling (13.)
3:0 Barbarez (22. )
4:0 Haggui (55.)
5:0 Schneider (60., Foulelfmeter)
5:1 Barusso (87., Foulelfmeter)
Leverkusen: Fernandez - Castro, Friedrich, Haggui, Sarpei - Rolfes, Vidal - Schneider (76. Dum), Barbarez (65. Schwegler), Barnetta - Kießling (72. Gekas). - Trainer: Skibbe
Istanbul: Orkun - Özbek, Emre, Servet, Volkan - Serkan Calik (46. Lincoln), Mehmet Topal (46. Sabri), Ayhan (65. Barusso), Arda - Ümit, Hakan Sükür. - Trainer: Feldkamp
Schiedsrichter: Skomina (Slowenien)
Zuschauer: 22.500 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Schneider, Kießling / Ümit, Sabri, Emre



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